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SciFi eBook ganz günstig plus ein Freebie – Skymir

Es ist schon wie­der eine Wei­le her, seit dem letz­ten Blog-Ein­trag und seit ich mein Sci­Fi eBook »Sky­mir« ver­öf­fent­licht habe. Aber jetzt gibt es ein Update, an dem ich gear­bei­tet habe: Ich habe einen klit­ze­klei­nen Online-Shop in die­sen Blog inte­griert. 

SciFi eBook jetzt direkt im Blog erhältlich

Es hat ein biss­chen gedau­ert, aber jetzt ist er aktiv und jeder der möch­te, kann jetzt mei­ne eBooks (bis­her nur) als PDF direkt hier kau­fen. Bezie­hungs­wei­se, als klei­nen Bonus habe ich ein kos­ten­lo­ses PDF dazu getan, dass sepa­rat erhält­lich ist.
Also gleich noch ein Sci­Fi eBook und manch einer kennt die Geschich­te viel­leicht schon. Es han­delt sich um mei­nen Bei­trag den ich die­ses Jahr zum MyCo­mics »Inkto­ber Warm-up« ein­ge­reicht habe. Eine Kurz­ge­schich­te zu Sky­mir, die ich jetzt in ein PDF gebün­delt habe, zusam­men mit den dazu­ge­hö­ri­gen Illus­tra­tio­nen und einem neu­en Cover.

Die Zah­lungs­me­tho­den hier im Blog-Shop sind bis­her Pay­Pal und Bank­über­wei­sung. Kre­dit­kar­ten­zah­lung ist vor­erst nur über Art­sta­ti­on mög­lich.

Für nichts und wie­der nichts hat Kom­man­dan­tin Hijg­jold den wei­ten Weg in den Dschun­gel gemacht. Sie sitzt schon im Sky­jet um sich auf die Heim­rei­se zu machen, doch etwas läuft schief und plötz­lich steckt sie in gro­ßen Schwie­rig­kei­ten.

+ PDF im Din A5 For­mat
+ 19 Sei­ten Sto­ry mit Illus­tra­tio­nen

Wann kommt Skymir Teil 2?

Dafür gibt es schon Plä­ne. Bis zum neu­en Jahr wer­de ich mich wei­ter­hin ein wenig zurück­zie­hen und Kräf­te tan­ken. Aber Teil zwei zum Sci­Fi eBook möch­te ich gern im Früh­jahr 2019 ver­öf­fent­li­chen und dem­entspre­chend dar­auf hin arbei­ten.

Bis dahin ver­su­che ich mich etwas zu ent­span­nen, ab und zu zeich­ne ich aber auch was. Außer­dem möch­te ich noch blog­gen. Ein The­ma über das ich unbe­dingt noch in die­sem Jahr schrei­ben will sind mein Jahr 2018 im Rück­blick. Außer­dem muss ich ver­su­chen, Sky­mir noch etwas zu bewer­ben. Wenn du jeman­den kennst, dem mei­ne Geschich­te oder mein Blog gefal­len könn­te, wür­de ich mich freu­en, wenn du mich ein­fach schon durchs Tei­len online oder eben ganz alt­mo­disch per Mund­pro­pa­gan­da unter­stützt 🙂

So behalte ich beim Schreiben die Übersicht

Kalender und Notizbuch

Das klappt ja super mit dem öfter blog­gen. Näm­lich gar nicht. Aber in der Zwi­schen­zeit hat­te ich mal wie­der gute Ide­en und über die möch­te ich heu­te kurz berich­ten. Es geht dar­um, wie ich das Schreib­cha­os besie­ge. Und dar­um, wie ich vor­ha­be mit Hil­fe eines Kalen­ders mein Soci­al Media zu durch­schau­en. Dies ist Teil eins, in einem zwei­ten Teil will ich noch näher dar­auf ein­ge­hen, aber dazu spä­ter mehr.

Ein altmodisches Notizbuch zur Rettung

Ich habe (mal wie­der) auf You­Tube gestö­bert und dabei ein Video gefun­den, bei dem es um das Füh­ren eines Crea­ti­ve Wri­ting Jour­nals geht – über­setzt also ein Krea­ti­ves-Schrei­ben-Tage­buch. Hier stellt die You­Tube­rin ihre Metho­den vor und wie sie so ein Tage­buch benutzt. Ein Satz, der mir in Erin­ne­rung blieb war »Wenn du noch kein Wri­ting Jour­nal hast, soll­test du damit anfan­gen!«. Dar­über habe ich nach­ge­dacht. Habe ich eines? Nein! Ich habe zwei, oder drei und ein paar Schnip­sel hier, ein paar ande­re dort.

Ein Notiz­buch das auch schon für einen ande­ren Zweck ein paar gefüll­te Sei­ten hat­te, war gleich­zei­tig auch Ort um mei­ne Ide­en zu Sky­mir auf­zu­schrei­ben. Aller­dings liegt das zu Hau­se und wenn ich unter­wegs war, oder in der Küche beim Kochen, dann habe ich mir schnel­le Noti­zen auf dem Han­dy gemacht. Manch­mal habe ich aber auch mein Bul­let Jour­nal (BuJo) dafür »miss­braucht« und ein gan­zer Hau­fen an Noti­zen und Ide­en befin­det sich in der Cloud. Gganz schön chao­tisch also. Bestimmt bin ich mit so einem Schreib­cha­os nicht allein. Plötz­lich fiel es mir wie Schup­pen von den Augen, dass ich end­lich ein ver­nünf­ti­ges Notiz­buch nur für die­sen Zweck brau­che. Eines, das klein genug ist, um in mei­ne Man­tel­ta­sche zu pas­sen. Ich bin sofort los und habe mich auf die Suche bege­ben. Am Ende ent­schied ich mich für ein schlich­tes grau­es Notiz­buch im A6 For­mat.

Nun habe ich ein aktu­el­les BuJo und des­sen zwei Vor­gän­ger. Das Buch was auf dem Foto oben­auf liegt, ist mein bis­he­ri­ges Notiz­buch für Sky­mir. Der Inhalt ist nicht wirk­lich über­sicht­lich, muss ich sel­ber sagen. Auf dem iPad sind mei­ne Noti­zen aus der Cloud – ich benut­ze One­Note – und um die steht es ord­nungs­tech­nisch noch viel schlim­mer! Das Pro­blem ist, dass sich alte mit aktu­el­len Ide­en und Noti­zen mischen und ich selbst nicht mehr weiß, wo ich was auf­ge­schrie­ben hat­te.

Jetzt habe ich ange­fan­gen, alles mög­lichst sinn­voll in der Rei­hen­fol­ge in das neue Notiz­buch zu über­tra­gen. Alles bis­her unge­nutz­te und ohne kon­kre­ten Ver­wen­dungs­zweck kommt nach dem, was schon fest­steht und von da ab ist Platz für wei­te­re Noti­zen. Außer­dem wer­de ich die Sei­ten nach The­ma­tik kenn­zeich­nen. So soll­te es klap­pen mit dem geord­ne­ten Schrei­ben!

Wie man einen Kalender noch benutzen kann

Wenn ich Kalen­der nut­zen soll, wie sie eigent­lich gedacht sind – näm­lich um Ter­mi­ne ein­zu­tra­gen –, ist das nie was gewor­den. Irgend­wann fand ich einen Weg, wie sie mir viel dien­li­cher sind. Und zwar als Tage­buch. Dazu nahm ich einen klei­nen Taschen­ka­len­der der aber für jeden Tag ein­zeln genug Platz zum schrei­ben hat­te. Am Bes­ten einen, der für jeden Tag eine gan­ze Sei­te bie­tet. Und dort habe ich dann täg­lich etwas ein­ge­tra­gen. Mei­ne Gedan­ken, ein Tages-Fazit, mei­ne Lau­ne, oder was auch immer mir gera­de wich­tig war. Mitt­ler­wei­le erfüllt das BuJo auch die­sen Zweck.

Außer­dem tra­ge ich da für mei­ne Soci­al Media Kanä­le rele­van­te Daten ein. Zum Bei­spiel einen Likes-Zäh­ler, einen Fol­lo­wer-Zäh­ler, wann ich was auf Insta­gram gepos­tet habe und so wei­ter. Dann habe ich es für eine Wei­le blei­ben las­sen, aus per­sön­li­chen Grün­den. Ich brauch­te Abstand.
In letz­ter Zeit habe ich mal wie­der mehr dar­über nach­ge­dacht. Ich habe eine Men­ge Insta­gram Fol­lo­wer ver­lo­ren. Das hat man davon, wenn man eine Wei­le wenig hoch­lädt. Aber haupt­säch­lich geht es mir nach wie vor um die­sen Blog und wie ich ihn regel­mä­ßig und sinn­voll fül­len kann. Die Lösung lau­tet: Kalen­der. Und ich habe einen nahe­zu per­fek­ten für mei­ne Zwe­cke gefun­den.
Die­ser klei­ne, blaue soft­co­ver-Kalen­der von teNeu­es kam in vier wei­te­ren Far­ben und mit einem alter­na­ti­ven Text auf dem Cover daher, aber von innen waren sie alle gleich. Ich habe nicht nach­ge­guckt, ob es online noch wei­te­re Vari­an­ten gibt.

Wie man einen Kalender kreativ benutzen kann

Mein teNeu­es Kalen­der von innen

Wie oben zu sehen ist, steht noch nichts drin, der Kalen­der gilt näm­lich erst ab Dezem­ber. Bis dahin übe ich mei­nen Plan in einer Klad­de. Jeden­falls habe ich mich für die­sen Kalen­der ent­schie­den wegen der Spal­ten, die sich rechts neben Datum und Tag anein­an­der­rei­hen. Mei­ne Idee war für jeden Tag eine Kate­go­rie anzu­le­gen und jede für sich wie einen Ter­min zu behan­deln. Das zei­ge ich mal eben an einem Bei­spiel:

Blog Insta­gram Twit­ter News­let­ter Für mich
3 MONTAG Bei­trags-The­ma
Stich­wör­ter
Bei­trags-Typ
Wel­ches Bild?
  • Mor­gen­gruß
  • Blog-Bei­trag tei­len
  • Einen Ret­weet
Ide­en des Tages für den nächs­ten News­let­ter kom­men hier rein, falls es wel­che gab Was ich per­sön­lich und ganz eigen­nüt­zig gern machen will

Wenn ich ange­fan­gen habe, den Kalen­der tat­säch­lich zu benut­zen, berich­te ich in einem Fort­set­zungs-Bei­trag wie es läuft. In dem möch­te ich dann auch tei­len, was mei­ne alten Noti­zen zu Sky­mir offen­bart haben und natür­lich auch einen klei­nen Ein­blick geben.

Was sind eigentlich Ladyplanner?

Frag­te ich mich, als ich an einem Regal vor­bei ging, in dem wel­che aus­la­gen. Bei den Kalen­dern, aber als eige­ne Kate­go­rie.
Viel­leicht sind es ja Kalen­der die extra dafür da sind, um Über­sicht über sei­ne gan­zen Dates mit hei­ßen Ladies zu behal­ten! Dar­in trägt man dann sei­ne gan­zen Ver­ab­re­dun­gen ein und Noti­zen zu den jewei­li­gen Damen, damit man auch ja nichts durch­ein­an­der bringt.

Oder aber die Gru­sel-Vari­an­te: Damit plant man sei­ne eige­ne Lady, die dar­auf pro­gram­miert ist, einem zu die­nen. Ein Robo­ter oder ein Hybrid! Die muss ja ab und zu gewar­tet und TÜV geprüft wer­den. Oder viel­leicht weist sie auch manch­mal komi­sche Feh­ler auf.

Ich war sehr ent­täuscht, als ich einen Blick in die­sen omi­nö­sen Lady­plan­ner warf und dann war es bloß ein stink­nor­ma­ler Kalen­der. Nur, dass der einen rosa­far­be­nen Ein­band hat­te. Weil das ja jeder Frau ein­zig wah­re Lieb­lings­far­be ist.

Was kam dir bei dem Wort »Lady­plan­ner« in den Sinn? Hast du auch eine Idee dazu?

Skýmir Kurzgeschichte »Magisch«

Das ist das Fina­le! Hier­mit geht die klei­ne Fort­set­zungs-Geschich­te zum Inkto­ber Warm-Up zuen­de. Zu lesen gibt’s die Sto­ry wie gewohnt am Ende die­ses Bei­tra­ges. Das The­ma »magisch« hat vie­le Mög­lich­kei­ten gebo­ten, oh ja. Und ab heu­te läuft dann der rich­ti­ge Inkto­ber. Im Moment habe ich gera­de so vie­le Ide­en für Ský­mir, ich muss mir die alle auf­schrei­ben, sonst ver­ges­se ich das bis nächs­ten Monat wie­der. Ich gehe vor­sichts­hal­ber mal davon aus, dass ich nicht all­zu viel Zeit in mein eige­nes Pro­jekt ste­cken kann, wäh­rend des Inkto­ber. Aber es kann auch auf kei­nen Fall aus­ge­schlos­sen wer­den. Plus: Inkto­ber kann ich ja auch zu Ský­mir zäh­len!

Heu­te geriet ich so etwas unter Zeit­druck, des­we­gen kommt der Bei­trag im Blog heu­te so spät. Aber bes­ser spät als nie, sage ich mir immer.
Erst dach­te ich, ich wür­de mei­ne Inkto­ber-Bei­trä­ge hier auch pos­ten und somit even­tu­ell öfter blog­gen. Aber ich bin zu einem ande­ren Schluss gekom­men. Ich werd’s eher auf Insta­gram hal­ten und spä­ter die gesam­mel­ten Wer­ke zusam­men­stel­len.
Ach ja! Ich will viel­leicht dann auch die­sen Monat ein biss­chen strea­men. Also ein Live-Stream auf Twitch, wahr­schein­lich kom­me ich auch nicht jeden Tag zum strea­men und wahr­schein­lich mache ich das mit einem Freund zusam­men (viel­leicht nicht immer), wes­we­gen das gan­ze auf Eng­lisch sein wird. Man kann mich im Chat natür­lich trotz­dem auf Deutsch anspre­chen. Wenn ich live gehe, wer­de ich das vor­her auf mei­nem Twit­ter-Account ver­kün­den. Wer schon­mal abon­nie­ren will, mein Nut­zer­na­me auf Twitch ist mirid­raws.

Also zum letz­ten Teil der Kurz­ge­schich­te. »Magisch« kann man auch wie­der hier auf mycomics.de lesen und über eine Bewer­tung wür­de ich mich wie immer freu­en.

Los geht’s!

Magisch

Yng­vild star­te­te den Motor. Das gewohn­te Sum­men stell­te sich ein und die Beleuch­tung der Anzei­gen sowie das klei­ne Ober­licht blink­ten auf. Doch dann erstarb alles tech­ni­sche Leben wie­der und sie saß im Halb­dun­kel des Dschun­gels in ihrem Sky­jet.
»Ver­dammt, was ist das denn jetzt?!« fluch­te sie lei­se und ver­such­te es erneut. Kei­ne Reak­ti­on.
Wütend schlug sie mit der fla­chen Hand auf eine der Schalt­flä­chen. Wie­der reg­te sich nichts.
Die Kom­man­dan­tin hol­te das Data­pad aus der Tasche die neben ihr auf dem Boden lag, schal­te­te es ein, öff­ne­te die Nach­rich­ten-Appli­ka­ti­on und begann mit der Ein­ga­be ihres Hil­fe­rufs.

»Hijg­jold hier. Sit­ze fest, Sky­jet ver­mut­lich defekt. Bit­te sen­den Sie umge­hend Hil­fe.«

Gera­de woll­te sie die Koor­di­na­ten ein­ge­ben als sie eine Sys­tem-Mit­tei­lung erhielt: »Kein Netz. Ver­su­chen Sie es zu einem spä­te­ren Zeit­punkt erneut.«
Yng­vild hob die Augen­brau­en, rieb sich die stirn und lach­te laut­los kopf­schüt­telnd auf, obwohl ihr über­haupt nicht zum Lachen zumu­te war. Resi­gniert stell­te sie das Data­pad wie­der aus und leg­te es bei­sei­te.
»War­um aus­ge­rech­net jetzt?« seufz­te sie und ließ mut­los den Kopf auf das Arma­tu­ren­brett sin­ken. So ver­blieb sie eine Wei­le, ver­grub dann die Hän­de in ihrem zer­zaus­ten, schwar­zen Haar und ver­such­te nach­zu­den­ken. Sie lehn­te sich zurück. Lang­sam schlich sich die Müdig­keit ein.

Kla­ckend öff­ne­te sie erst den Sicher­heits­gurt, dann die Tür. Wie­der im Frei­en umging sie ihr Gefährt bis dahin, wo sich der Motor befand.
Plötz­lich hör­te sie ein Geräusch, irgend­wo aus dem Gebüsch hin­ter ihr. Ein Kna­cken und Rascheln. Flink dreh­te sie sich um ihre eige­ne Ach­se, auf das Schlimms­te gefasst, was auch immer das sein moch­te und starr­te in die Böschung.Ein Vogel hüpf­te her­vor, dann flog er davon.
Erleich­tert locker­te sich ihre Kör­per­hal­tung wie­der.

Sie sah sich um, irgend­et­was stimm­te hier trotz­dem nicht. Sie hat­te das Gefühl, nicht allein zu sein. Sie starr­te erneut mit zusam­men­ge­knif­fe­nen Augen ins Dun­kel des Geästs, der Sträu­cher und Bäu­me, konn­te aber nichts erken­nen.
In dem­sel­ben Moment, in der sie sich wie­der ihrem Flug­ge­rät zuwand­te, spür­te sie es ganz deut­lich.

Ein Schwarm Vögel flat­ter­te hör­bar auf. Blitz­schnell zisch­te etwas an ihr vor­bei. Intui­tiv warf Yng­vild sich sofort zu Boden, das Geschoss ver­fehl­te sie knapp.
Has­tig stol­per­te sie halb geduckt hin­ter den Sky­jet, ein wei­te­rer Schuss traf an ihr vor­bei ins Lee­re.
Schlag­ar­tig hell­wach vor Schreck schnapp­te sie nach Luft, sah ner­vös nach links, dann nach rechts. Sie hoff­te, ihre Flan­ken waren sicher. Ganz vor­sich­tig lehn­te sie sich ein Stück zur Sei­te um einen Blick hin­ter sich wer­fen zu kön­nen. Lang­sam späh­te sie am Rumpf ent­lang, ver­such­te so wenig wie mög­lich ins Visir des unsicht­ba­ren Schüt­zen zu gera­ten.

Klong! Sie zuck­te zusam­men und wich in ihre Deckung zurück, als eine Kugel in unmit­tel­ba­rer nähe ihres Gesichts abprall­te.
Defi­ni­tiv ver­steck­te sich jemand in die­ser Rich­tung, aber wenn er nicht allein war, wäre es ein Leich­tes, sie zu umzin­geln. Sie muss­te eine bes­se­re Zuflucht fin­den.
Ohne die Umge­bung aus den Augen zu las­sen, tas­te­te sie ihren rech­ten Ober­schen­kel ab und war erleich­tert, als sie das Beinhalf­ter mit der Hand­feu­er­waf­fe dar­in spür­te. Wie gut, dass sie auf Num­mer Sicher gegan­gen war und zumin­dest die­se mit­ge­nom­men hat­te. Sie erin­ner­te sich jetzt.
Vor sich, in etwa einem hal­ben Meter Ent­fer­nung sah sie einen Baum, mit einem beson­ders dicken Stamm. Dahin wür­de sie es schaf­fen.
Noch ein letz­tes Mal sah sie sich nach allen Sei­ten um, dann zähl­te sie »Eins, zwei, drei…« und rann­te was das Zeug hielt.

Zwei wei­te­re Schüs­se fie­len, einer traf den Baum, der ande­re den Boden unter ihren Füßen.
Sie hat­te es geschafft, press­te sich mit dem Rücken gegen den Baum. Sie glaub­te in der Ent­fer­nung das Knir­schen von Ästen zu hören. Wahr­schein­lich zog der Schüt­ze nach.
Sie hol­te die Pis­to­le aus dem Half­ter in ihrem Bein, über­prüf­te das Maga­zin. Bei­de Hän­de, die trotz Hand­schu­hen ekel­haft kalt und schwei­ßig gewor­den waren, umklam­mer­ten die Waf­fe fest.
Sie lausch­te in die Stil­le, bis sie wie­der glaub­te etwas zu hören und feu­er­te aus der Deckung her­aus in die Rich­tung, aus der das Geräusch kam. Jäh ver­schwand jemand phan­tom­ar­tig im Gebüsch hin­ter ihr. Yng­vild schoss erneut. Wahr­schein­lich dane­ben.
Ihr Herz poch­te wild, aber äußer­lich war sie ganz ruhig. Noch ein Stück vor sich sah sie eine ande­re, bes­se­re Deckung in Form eines Bau­mes, des­sen Wur­zeln aus der Erde geris­sen wur­den, als er irgend­wann ein­mal umge­fal­len war.
Kurz sah sie hin­ter sich, feu­er­te eine wei­te­re Kugel ab und stürz­te auf ihr Ziel los. Die­ses Mal ohne zu zäh­len. Ihr Sprint wir­bel­te Blät­ter und Äste unter ihren Soh­len auf, sie has­te­te auf den umge­kipp­ten Baum zu, ihr Schuss wur­de erwi­dert und traf ihn, gera­de als sie sich dar­über hin­weg stürz­te und sicher auf der ande­ren Sei­te lan­de­te.
Fie­ber­haft schob sie noch im Lie­gen Laub, Äste und Erde mit den Füßen zur Sei­te und schau­fel­te sich dadurch eine klei­ne Kuh­le. So hoff­te sie, wür­de man sie schwe­rer ent­de­cken und mach­te sich mög­lichst klein.

Dass der, der es da auf sie abge­se­hen hat­te, allein war, schien ihr eher unwahr­schein­lich.

Wie­der ris­kier­te sie einen Blick, die Waf­fe Schuss­be­reit. Es rühr­te sich nichts, kom­plet­te Stil­le. Das war nicht gut. Sie wuss­te, dass er nicht ein­fach auf­ge­ge­ben hat­te. Kal­ter Schweiß perl­te jetzt auch auf ihrer Stirn und sie wisch­te sich eine Sträh­ne aus dem Gesicht, wäh­rend sie wei­ter Aus­schau hielt. Noch immer sah sie nichts. Wo war er nur hin?

Unver­mit­telt durch­zog sie ein dump­fer Schmerz, zwi­schen ihren Ohren dröhn­te es fürch­ter­lich. Sie sack­te zu Boden, wälz­te sich, hielt sich den Kopf, spür­te aber kein Blut.
Gera­de noch so konn­te sie einem zwei­ten Schlag auf den Kopf aus­wei­chen, indem sie sich zur Sei­te roll­te.
Alles war ver­schwom­men, ihr wur­de übel, der Angrei­fer ver­such­te es aber­mals.
Wie­der wich sie aus, sah die Gele­gen­heit und trat ihm so fest sie aus dem unglück­li­chen Win­kel her­aus konn­te in die Knie­keh­le. Er fiel hin. Trotz des Schwin­del­ge­fühls das sie zu über­man­nen droh­te, ver­such­te sie sich auf­zu­rich­ten. Kaum auf den wacke­li­gen Bei­nen ste­hend wur­de sie wie­der hin­un­ter geris­sen. Der Mann, des­sen Gesicht sie kaum wahr­nahm, drück­te sie gewalt­sam zu Boden, mach­te Geräu­sche wie ein wil­des Tier und schloss sei­nen Griff fest um ihre Keh­le.
Sie rang nach Luft, schlug mit den Fäus­ten auf sei­ne Schul­tern und Rücken ein, wie sie konn­te, stram­pel­te beim ver­such ihm zwi­schen die Bei­ne zu tre­ten, doch sie schaff­te es nicht.
Er war zu stark und ließ sich nicht auf­hal­ten.

Yng­vild kämpf­te gegen das Ohn­machts­ge­fühl an, bis sie fast gar nichts mehr fühl­te und jeg­li­che Kraft ihren Kör­per ver­las­sen woll­te. Es gab nur noch das Ver­lo­cken, sich der Taub­heit und Lee­re ein­fach hin­zu­ge­ben. Es fühl­te sich egal an und war so ein­fach. Um sie her­um wur­de es schwarz und ruhig.

Dann hol­te sie ein lau­ter Knall zurück in die Wirk­lich­keit und sie sah in das ver­blüff­te Gesicht eines Ver­val­len, der nicht damit gerech­net hat­te, hier und jetzt zu ster­ben. Sie sah ihn, wie er über ihr hock­te und fas­sungs­los die klaf­fen­de Wun­de in sei­nem Bauch anstarr­te. Sie sah auch die Waf­fe in ihrer Hand die dar­auf gerich­tet war und das Blut das über den Lauf bis auf ihre Hand­schu­he und über ihre Jacke gespritzt war.
Dann sank der frem­de Mann in sich zusam­men. Sein Gewicht erdrück­te sie fast, aber mit Mühe und Not wälz­te sie ihn von sich. Er leb­te noch, aber nicht mehr lan­ge. Er dun­kel­ro­te Bla­sen quol­len aus sei­nem Mund und er gur­gel­te vor sich hin, ver­schluck­te sich dar­an. Sie kroch ein Stück vor­an und ließ sich hin­ter dem Baum­stamm sin­ken. Jemand rief etwas. Sie dreh­te den Kopf und mach­te zwei wei­te­re Gestal­ten aus, die auf sie zu lie­fen. Müde aber weni­ger schwin­de­lig stieß sie einen hör­ba­ren, hei­se­ren Seuf­zer aus und ver­such­te auf sie zu zie­len. Als die zwei das sahen, wichen sie ein Stück zurück, ver­such­ten schnell noch Deckung zu fin­den, bevor es sie auch erwisch­te. Yng­vild drück­te den Abzug.

Es klick­te nur. Ihr Maga­zin war leer. Die Bei­den erkann­ten ihre Chan­ce und lie­fen ihr ent­ge­gen. Ver­zwei­felt tas­te­te Yng­vild auf der Suche nach Ersatz­mu­ni­ti­on ihre Taschen ab.

Plötz­lich wur­de es laut und hell, die Baum­kro­nen schie­nen Platz zu machen für einen sich auf­tu­en­den Him­mel und ein blen­den­des Licht, gefolgt von einem Tosen. Die Ver­val­len sahen gen Him­mel, doch es war kein Unwet­ter, son­dern ein wei­te­res Schiff. Yng­vild erkann­te es jetzt, das war die Sil­hou­et­te eines Heimd­all-Kampf­flie­gers! Mit Kara­cho bret­ter­te er auf die Ver­val­len zu, warf sie dabei um, zog sie mit sich und lan­de­te wegen der unter sich leb­los kul­lern­den Kör­per hol­pe­rig.
Im Wind­stru­del wild umher­flie­gen­de Blät­ter und Erde lie­ßen Yng­vild blin­zeln und behin­der­ten ihre Sicht. Aber sie sah, wie jemand aus der sich auto­ma­tisch nach oben auf­klap­pen­den Tür auf sie zu kam. An Sta­tur und Gang konn­te sie erah­nen, um wen es sich han­del­te. Als sie dann das schul­ter­lan­ge, blon­de Haar erkann­te, gab es kei­nen Zwei­fel mehr.
Hil­da Breyska streck­te ihr schief grin­send die Hand ent­ge­gen. Hus­tend hob Yng­vild die ihre und ließ sich hoch­zie­hen.
Etwas tau­me­lig stieg Yng­vild über den lie­gen­den Baum­stamm hin­weg, sodass Hil­da ver­such­te sie mit dem Arm um ihre Hüf­te zu stüt­zen.
»Ich kann allein lau­fen, mir ist nur etwas schwin­de­lig.« grum­mel­te die Kom­man­dan­tin.
»Na, das war aber knapp, was? Ich bin gera­de recht­zei­tig gekom­men, oder?« tri­um­phier­te Hil­da unan­ge­bracht­er­wei­se.

»Ich hat­te alles im Griff.«
Hil­da lächel­te sie arg­wöh­nisch an. Yng­vild erwi­der­te den Blick von unten her­ab, sag­te aber nichts.
»Sind Sie ver­letzt?« frag­te Hil­da beim Ein­stei­gen.

»Nur ein Schlag auf den Kopf, aber es geht schon bes­ser.«
Die jün­ge­re der bei­den Frau­en mus­ter­te sie prü­fend, nick­te aber dann.

Erschöpft plumps­te Hijg­jold in den Sitz neben Hil­da, die gera­de dabei war, die Ziel­da­ten ein­zu­ge­ben.»Haben Sie gese­hen, wie ich die Ver­val­len platt gemacht habe?! Man, das muss ich nach­her Bor­gir erzäh­len!«
»Nur zu, wenn du dich nach lebens­lan­gem Toi­let­ten-Dienst sehnst!«
Yng­vild mus­ter­te Hil­da von der Sei­te und dach­te nach.
»Wie hast du mich gefun­den? Woher wuss­test du…« begann sie, »…dass ich Hil­fe brau­che?« hät­te sie fast den Satz fort­ge­führt, sprach es aber nicht aus.

»Man, der Schlag auf den Kopf muss echt geses­sen haben!« scherz­te Hil­da. Yng­vild sah sie schwei­gend an, offen­sicht­lich nicht amü­siert.
»Sie haben doch einen Not­ruf mit Koor­di­na­ten gesen­det und da habe ich gleich reagiert und bin her­ge­kom­men!«
Ver­wirrt rieb sich Yng­vild die Stirn, etwas Laub fiel dabei aus ihren Haa­ren.
»Doch, sicher. Ich erin­ne­re mich jetzt. Stimmt.« log sie.
»Alles klar?« frag­te Hil­da besorgt.
»Ja, bring uns ein­fach zurück nach Del­lin­gur.«
»Jawohl, Madam!« über­trieb Hil­da mal wie­der.
Yng­vild ächz­te miss­bil­li­gend und schloss dann die Augen, um end­lich etwas Schlaf zu fin­den.

Sie war jetzt in Sicher­heit. Was sie nicht wuss­te war, dass aus ihrer Geld­bör­se in der Innen­ta­sche ihrer Jacke zehn Credits ver­schwun­den waren.

Inktober Warm-Up ist bald vorbei

Und damit auch mei­ne vier-tei­li­ge Geschich­te dazu! Ich glau­be, ich habe noch gar nicht das klei­ne Inter­view mit mir ver­linkt. Das gibt’s hier im myco­mics Blog. Der letz­te, vier­te Teil ist noch nicht fer­tig, aber fast. Er wird also spä­tes­tens bis Sonn­tag auf mycomics.de zu lesen sein und bis Mon­tag hier im Blog.
Ich kann nur sagen, dass es noch span­nend wird!

Neben­her habe ich eini­ge Stu­di­en gemacht. Okay ich geb’s zu, ich habe mei­ne Cha­rak­te­re nackt gezeich­net, nur so zum Spaß. Das gan­ze gab’s (natür­lich zen­siert) in mei­ner Sto­ry auf Insta­gram zu sehen, das war auch die vor­erst ein­zi­ge Gele­gen­heit. Ich will Hil­da und Yng­vild ja nicht beschä­men. Aus einer die­ser Skiz­zen ist dann noch mehr gewor­den, ich habe – wie­der nur so zum Spaß – eine Illus­tra­ti­on davon gemacht. Ich fin­de, die­se Yng­vild ist mir ganz gut gelun­gen und das nächs­te Mal möch­te ich eine Hil­da machen.

Im Moment habe ich ehr­lich gesagt nicht zu vie­len Din­gen Lust. Außer auf irgend­was mit Ský­mir! Und das ist gut, das heißt, es geht vor­an. Bis­her bin ich auch selbst ziem­lich zufrie­den mit den Inkto­ber Warm-Ups inklu­si­ve der Geschichte(n) dazu und kann nur sagen, dass es echt Spaß gemacht hat.

Bald geht’s ja dann los mit dem rich­ti­gen Inkto­ber.
Wie schon­mal gesagt wer­de ich mir auch da Ský­mir zum The­ma machen. Jeden Tag eine Kurz­ge­schich­te zum jewei­li­gen The­ma wer­de ich wohl kaum schaf­fen und ver­su­che es auch gar nicht, aber ich habe eine ande­re Idee, um das gan­ze ein wenig auf­zu­pep­pen.

Die Span­nung steigt und ich freue mich schon!

Skýmir Kurzgeschichte »Dschungel«

Irgend­wie sieht mein Brow­ser heu­te so anders aus, oder war das schon län­ger so?
Na, egal.

Ich habe es nicht mehr für mög­lich gehal­ten, aber ich habe es irgend­wie geschafft heu­te die nächs­te Kurz­ge­schich­te und Illus­tra­tio­nen fer­tig zu bekom­men und das Gan­ze dann auch noch zu myco­mics hoch­zu­la­den. Wer da lesen möch­te und eine Bewer­tung dalas­sen will, möge das gern hier tun.

Natür­lich gibt es die Geschich­te auch hier im Blog. Also jetzt gleich. Aus­nahms­wei­se zur sel­ben Zeit im Blog wie auf myco­mics.
Die­ses Mal geht es auch bei Yng­vi wei­ter, wo es zuletzt auf­ge­hört hat. Sie macht sich näm­lich auf den Weg zurück nach wo-auch-immer-sie-her­kam (wohl irgend­wo in Del­lin­gur). Aber kommt sie da auch an?

Skymir "Dschungel" Cover Illustration

Dschungel

Yng­vild Hijg­jold dräng­te sich durch die Men­schen­men­ge, die sich mit der ein­bre­chen­den Dun­kel­heit Zuwachs gefun­den hat­te.
Later­nen, die zwi­schen den Zel­ten und Hüt­ten sowie davor hin­gen oder stan­den, beleuch­te­ten den Markt.
Die Luft war ange­nehm, wenn es ihr auch etwas küh­ler vor­kam als zuvor.
Gern hät­te sie sich noch wei­ter umge­se­hen. Oder zumin­dest dach­te sie das, bevor sie bei die­ser Wahr­sa­ge­rin gewe­sen war, die ihr irgend­wie die Lau­ne ver­dor­ben hat­te. Aber was hat­te sie eigent­lich auch erwar­ten sol­len? Eine fro­he Bot­schaft viel­leicht?
Egal, sie soll­te sich ohne­hin bes­ser auf den Rück­weg machen.

Kur­ze Zeit spä­ter saß sie auch schon in ihrem Sky­jet und der Markt unter ihr wur­de klei­ner und klei­ner. Jetzt bemerk­te sie erst, wie dun­kel es wirk­lich gewor­den war.
Sie zog einen Hebel zurück und schal­te­te das Radio ein. Viel­leicht wür­de sie das ein wenig mil­der stim­men.
Tat es nicht. Das Geplär­re wel­ches manch ande­rer Gesang nen­nen moch­te, ging ihr auf die Ner­ven. Also wech­sel­te sie den Kanal, wo zu ihrem Unmut auch nichts Brauch­ba­res lief. Wütend stöhn­te sie auf und wech­sel­te den Kanal erneut. Irgend­ei­ne kit­schi­ge Schnul­ze, damit konn­te sie nichts anfan­gen. Sie ver­such­te trotz­dem, es eine Wei­le zu ertra­gen.
Abwech­selnd sah sie beim Steu­ern durch die Front­schei­be vor ihr, obwohl in der Dun­kel­heit kaum was zu erken­nen war, dann auf die digi­ta­le Anzei­ge die ihr bei der Ori­en­tie­rung um eini­ges hilf­rei­cher war und dann zum Radio. Das Radio mach­te sie all­mäh­lich wütend, auch wenn es albern war. Sie schlug mit der Faust auf die Stel­le, an der sich der Power-But­ton befand, um es aus­zu­schal­ten. Jetzt war es ruhig und sie flog wei­ter durch den dunk­len Abend­him­mel.

Nach einer Wei­le bereu­te sie es dann irgend­wie, das Radio aus­ge­stellt zu haben. War es nun nicht etwas zu ruhig? Außer­dem war es kin­disch gewe­sen, die – sogar ihrer eige­nen Mei­nung nach – über­trie­be­ne Wut an dem Gerät aus­zu­las­sen. Sie war eben lau­nisch.
Die Kom­man­dan­tin atme­te ein­mal tief durch und stell­te das Radio wie­der an.
Her­aus kam ein nerv­tö­ten­des Geräusch, als hät­te jemand sei­nen Sen­der in eine Brat­pfan­ne mit hei­ßem Öl gelegt. Aber sie wuss­te, es han­del­te sich um den zivi­len Kanal, da war der Emp­fang häu­fi­ger gestört. Jemand sag­te etwas, sie konn­te es kaum ver­ste­hen.

»…Chrrrrkk… nicht gefun­den. Es han­delt sich offen­bar um …chrrrrkkk…! Wie­der­ho­le: …chhrrrrrk… an der Absturzstelle…chrrrrrrrkkk…«

Mehr war nicht her­aus­zu­hö­ren. Dann folg­ten wie­der­holt Num­mern, die nur die Koor­di­na­ten sein konn­ten. Yng­vild schal­te­te auf Auto­pi­lot und tipp­te sie has­tig in das Posi­ti­ons­be­stim­mungs­sys­tem, bevor sie sie ver­gaß. Sie hoff­te, die Zah­len rich­tig ver­stan­den zu haben, aber es schien irgend­wo in der Gegend von Smaalad zu lie­gen. Das war ver­dammt weit für einen spon­ta­nen Abste­cher! Und noch dazu die ent­ge­gen­ge­setz­te Rich­tung.
In Smaalad herrsch­te eine tro­pi­sches Kli­ma, wäh­rend sie gemä­ßig­te bis sub­po­la­re Zonen gewohnt war und auch bevor­zug­te.
Sie rang mit sich, ob sie den Weg auf sich neh­men soll­te.
Aber war­um eigent­lich nicht? Sie wur­de sowie­so von Schlaf­stö­run­gen geplagt und viel­leicht konn­te sie mit ihrem Wach­sein sogar jeman­dem hel­fen.
Sie schal­te­te zurück auf manu­el­le Steue­rung und mach­te in einem schar­fen Bogen in süd­li­che Rich­tung.

Ihre Augen brann­ten und ihr Glie­der schmerz­ten vom lan­gen, ein­ge­eng­ten Sit­zen, als sie end­lich die Gegend um Smaalad erreich­te. Trotz­dem hat­te sie lie­ber selbst die Kon­trol­le, anstatt alles dem Auto­pi­lo­ten zu über­las­sen.
Mit der Betä­ti­gung eines wei­te­ren Hebels setz­te sie tie­fer, um bes­ser sehen zu kön­nen.
Ent­we­der lag es an der Gegend oder an der Uhr­zeit, oder an Bei­dem, dass es jetzt wie­der etwas hel­ler war. Sie befand sich über einem Dschun­gel, zu dem die Koor­di­na­ten sie geführt hat­ten. Gute Sicht herrsch­te aber trotz­dem nicht. Wegen der Bäu­me und des Nebels.
Trotz­dem erkann­te sie, dass eine Rauch­schwa­de aus der Mit­te auf­stieg und lei­te­te eine Lan­dung ein.

Viel Platz für irgend­wel­che Manö­ver gab es nicht, aber um sich einen Marsch von einem güns­ti­ge­ren, weni­ger bewach­se­nen Land­fleck bis zur ver­meint­li­chen Unfall­stel­le zu erspa­ren, wähl­te sie den direk­ten Weg.
Rau­schend und beglei­tet vom Peit­schen und Kna­cken der Äste, bahn­te sich der Sky­jet sei­nen Weg durch die Baum­wip­fel, bis er schließ­lich den Boden erreich­te.
Ein paar Krat­zer hat­te er dabei schon abbe­kom­men, stell­te die Kom­man­dan­tin beim Aus­stei­gen fest. Im Vor­bei­ge­hen streif­te sie mit der behand­schuh­ten Hand dar­über und begab sich in Rich­tung Rauch­wol­ke, höchs­tens hun­dert Meter ent­fernt von ihrem Lan­de­platz.

Das Schiff war ein recht klei­nes, nicht ein­mal grö­ßer als die Trup­pen­trans­por­ter ihres Ordens. Und die boten Platz für sechs Mann, plus einen Pilo­ten.
Tei­le davon waren ver­brannt, beson­ders die vor­de­re Hälf­te sah mit­ge­nom­men aus, war beim Auf­prall wei­test­ge­hend zer­stört wor­den. Der Hin­ter­teil hat­te feu­er gefan­gen, nun brann­te es nur noch ein wenig vor sich hin.
Yng­vild steck­te ihren Kopf durch die offe­ne Tür, blick­te erst nach rechts, dann nach links.
Es war kei­ner da. Kei­ne Über­le­ben­den, kei­ne Toten. Sie lehn­te sich ins Cock­pit und ver­such­te eines der Fächer zu öff­nen. Viel­leicht wür­de sie dar­in Lizen­zen oder ande­re Hin­wei­se auf die Her­kunft des Schif­fes oder des Pilo­ten fin­den. Aber da war nichts. Den Teil, der in Flam­men stand, wenn es auch nur noch ein klei­nes Feu­er­chen war, woll­te sie nicht betre­ten.
Sie sah sich noch kurz um die Absturz­stel­le her­um um, fand aber kei­ne Spu­ren von irgend­wel­chen Insas­sen, auch wenn es mit Sicher­heit wel­che gege­ben hat­te.

Wie­der im Sky­jet schnall­te sie den Sicher­heits­gurt um. Sie seufz­te bei der Erkennt­nis, dass sie wohl für nichts und wie­der nichts den lan­gen Weg hin­ter sich gelegt hat­te.

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