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World Building, Charaktere und Concept Art

Charaktere, Concept Art und World Building

Schon mal von World Buil­ding gehört? Frei über­setzt heißt das »Wel­ten bau­en« und klingt, fin­de ich ziem­lich selbst­er­klä­rend.
Autoren machen es, Con­cept Artists auch. Es bedeu­tet, eine fik­ti­ve Welt zu gestal­ten, mit allem was es braucht, um ande­ren Men­schen die­se Welt näher zu brin­gen und zu zei­gen.

Kurz am Ran­de: Ich ver­su­che Sky­mir Teil zwei bald fer­tig zu bekom­men. Viel­leicht wird es aber doch spä­ter als Ende des Monats. Die Hoff­nung mehr zu blog­gen (es wirk­lich zu tun), habe ich noch nicht auf­ge­ge­ben. Es hapert ein wenig an der The­men­fin­dung. Aber viel­leicht soll­te ich genau dar­über einen Bei­trag ver­fas­sen, denn hier gehört es gera­de nicht hin­ein.
Und jetzt schnell wie­der zurück zum Haupt­text!

World Building

Das ist es, was mich in letz­ter Zeit aus mei­ner Kom­fort Zone – dem Zeich­nen von Cha­rak­te­ren – gelockt hat. Cha­rak­te­re sind eben meins. Hin­ter­grün­de habe ich frü­her schon nicht gern gezeich­net. Als Comic Zeich­ne­rin muss­te ich mich dar­an wagen. Beson­ders bei IAKES habe ich mich damals sehr bemüht ver­nünf­tig aus­ge­ar­bei­te­te Hin­ter­grün­de zu zeich­nen. Ja, selbst zu zeich­nen. Denn eigent­lich hät­te ich es mir leicht machen und Ras­ter­fo­lie benut­zen kön­nen. Als in irgend­ei­ner Review stand, die Hin­ter­grün­de wären teils spär­lich, war ich schon etwas ent­täuscht.

Da kam es mir übri­gens auch ziem­lich gele­gen als ich das ers­te Mal von Con­cept Art hör­te und dass Cha­rak­ter Desi­gner gar kei­nen Hin­ter­grund zeich­nen müs­sen. Ein Traum! Nur Cha­rak­te­re.

Vie­le Con­cept Desi­gner müs­sen aller­dings – beson­ders wenn sie für ein Stu­dio arbei­ten und nicht hier und da und über­all oder auch mal nir­gends als Free­lan­cer – oft auch ande­re Jobs über­neh­men. Nur Cha­rak­te­re zu desi­gnen, dass kön­nen sich meist nur die berühm­ten Ver­tre­ter der Kon­zept Künst­ler- bezie­hungs­wei­se Desi­gner­welt erlau­ben. Ein paar ande­re Din­ge, die kei­ne Cha­rak­te­re sind, habe ich aber sehr wohl gern gezeich­net. Zum Bei­spiel Raum­schif­fe und Waf­fen oder so genann­te Props (Requi­si­ten), Hel­me und so.

World Building für Skymir
Strip­club in Pert­ho an einem nicht sehr lukra­tiv­enT­ag

Übri­gens habe ich einen Gast­bei­trag für den Kunst Blog von Schnaud.de ver­fasst, bei dem es nur um Cha­rak­ter Design geht. Ich wer­de ihn unten noch­mal extra ver­lin­ken.

Häuser und andere Architektur zeichnen

In letz­ter Zeit wid­me ich mich öfter auch Häu­sern. Land­schaf­ten waren immer ganz okay, aber Archi­tek­tur war mir ein Graus. Irgend­wann kam ich aber zu dem Schluss: so kann es nicht wei­ter gehen. Ich will auch Häu­ser und so einen Kram desi­gnen! Also fing ich an, mich etwas öfter aus mei­nen gewohn­ten Gefil­den her­aus zu beque­men.

Und war­um das plötz­lich? Zwei Grün­de, wür­de ich sagen. Zum einen habe ich einen Online Freund, der auch Künst­ler ist. Wir haben uns ken­nen gelernt, als ich mit Con­cept Design anfing und er (denn es ist nie zu spät) eine Kunst­schu­le besuch­te. Sein Weg scheint ihn mehr in Rich­tung Illus­tra­ti­on zu füh­ren und ich habe mit­er­lebt, wie er immer bes­ser wur­de. Eine Stär­ke von ihm kris­tal­li­sier­te sich schnell her­aus: Häu­ser. Das, was ich so ungern zeich­ne. Fast so schlimm wie Autos (Raum­schif­fe: ja; Autos: nein!).

Wir tau­schen uns oft aus und schi­cken uns gegen­sei­tig den Stand der Din­ge unse­rer jewei­li­gen Wer­ke. Ist gut, wenn man sowas hat und sich gegen­sei­tig Tipps geben kann.
Der jeden­falls, schüt­telt Häu­ser aus dem Ärmel. Häu­ser sind für ihn, was für mich die Cha­rak­te­re sind. Irgend­wann dach­te ich mir dann, Häu­ser kön­nen doch auch ganz schön cool sein.

World Building mit Architektur (Skizze)
Skiz­ze einer­Ta­ver­ne für Sky­mir

Punkt zwei ist kurz erklärt, aber der Haupt­grund für mich, mehr mit Land­schaft und Archi­tek­tur zu arbei­ten: Mei­ne Geschich­te Sky­mir.

Ich sag­te es ja bereits: World Buil­ding. Beim Schrei­ben stel­le ich mir alles genau vor, in mei­nem Kopf ist vom Gesichts­aus­druck bis hin zur Raum­be­leuch­tung im Damen WC auf dem Heimd­all Stütz­punkt alles klar. Und selbst habe ich viel Freu­de dar­an. Aber es ist eben nur in mei­nem Kopf und ich woll­te doch von Anfang an, dass mein Novel auch bebil­dert wird. Etwas von der Welt zei­gen, in der die Geschich­te spielt, wo und wie die Cha­rak­te­re leben. Zei­gen und nicht nur beschrei­ben. Bloß Cha­rak­ter Zeich­nun­gen in jedem Heft wäre ja auch ziem­lich ein­sei­tig.

So fing ich also an, öfter mal irgend­wel­che Häu­ser zu zeich­nen, wenn auch nur mit Foto­vor­la­ge.
Und ich muss sagen, es hat mir gehol­fen. Jetzt mache ich das sogar ganz gern. Von innen aber habe ich fest­ge­stellt, zeich­ne ich Häu­ser immer noch nicht gern.

Viel­leicht schrei­be ich ja noch irgend­wann dar­über, wie man Props, Häu­ser und Envi­ron­ments oder was es sonst so gibt desi­gnen kann und tei­le mei­ne Arbeits­schrit­te.

World Building mit Concept Art
Kon­zep­tu­el­le Skiz­zen der Taver­ne

Aquarell Brushes für Photoshop

Ich habe selbst so ein paar Pho­to­shop Aqua­rell Pin­sel, aber die Aus­wahl ist begrenzt. Ich habe öfter sowas gesucht, da ich mei­nen Bil­dern – beson­ders den Por­traits – ger­ne einen tra­di­tio­nel­len Look ver­lei­he. Dabei gibt es aber immer ein Pro­blem: mit den meis­ten Aqua­rell Brushes lässt sich nicht malen.

Alles muss man selber machen

Das klingt jetzt viel­leicht komisch, aber fast alle die­se Pin­sel sind eigent­lich nur Stem­pel. Wenn man ver­sucht, damit zu malen, in einer Linie oder ein­fach quer übers Bild, sieht das nicht aus.
Also habe ich mich mal einen Tag lang hin­ge­setzt und sel­ber sol­che Brushes gemacht, die man auch tat­säch­lich zum Malen gebrau­chen kann.


Obi­ges Bild habe ich kom­plett mit mei­nen eige­nen Brushes gemacht. Es gibt 26 Pin­sel zum Malen, dazu 24 davon als Stem­pel und dazu habe ich noch fünf Skiz­zen »Stif­te« getan. Blei­stif­te, Ball­pen und einen mit aus­blut-Effekt. Das gan­ze habe ich dann in einen Zip-Ord­ner gesteckt zusam­men mit den dazu­ge­hö­ri­gen JPEG Datei­en. So kann dann jeder, der sich mein Paket run­ter­lädt, die­se Aqua­rell­klek­se wei­ter­ver­wen­den, wie er oder sie möch­te.

Du kannst mei­ne Brushes hier Down­loa­den. Sie kos­ten nur ein paar Euro und dafür kannst du dann damit machen was du willst, wie du willst und so viel du willst 🙂

Zum Download

So behalte ich beim Schreiben die Übersicht

Kalender und Notizbuch

Das klappt ja super mit dem öfter blog­gen. Näm­lich gar nicht. Aber in der Zwi­schen­zeit hat­te ich mal wie­der gute Ide­en und über die möch­te ich heu­te kurz berich­ten. Es geht dar­um, wie ich das Schreib­cha­os besie­ge. Und dar­um, wie ich vor­ha­be mit Hil­fe eines Kalen­ders mein Soci­al Media zu durch­schau­en. Dies ist Teil eins, in einem zwei­ten Teil will ich noch näher dar­auf ein­ge­hen, aber dazu spä­ter mehr.

Ein altmodisches Notizbuch zur Rettung

Ich habe (mal wie­der) auf You­Tube gestö­bert und dabei ein Video gefun­den, bei dem es um das Füh­ren eines Crea­ti­ve Wri­ting Jour­nals geht – über­setzt also ein Krea­ti­ves-Schrei­ben-Tage­buch. Hier stellt die You­Tube­rin ihre Metho­den vor und wie sie so ein Tage­buch benutzt. Ein Satz, der mir in Erin­ne­rung blieb war »Wenn du noch kein Wri­ting Jour­nal hast, soll­test du damit anfan­gen!«. Dar­über habe ich nach­ge­dacht. Habe ich eines? Nein! Ich habe zwei, oder drei und ein paar Schnip­sel hier, ein paar ande­re dort.

Ein Notiz­buch das auch schon für einen ande­ren Zweck ein paar gefüll­te Sei­ten hat­te, war gleich­zei­tig auch Ort um mei­ne Ide­en zu Sky­mir auf­zu­schrei­ben. Aller­dings liegt das zu Hau­se und wenn ich unter­wegs war, oder in der Küche beim Kochen, dann habe ich mir schnel­le Noti­zen auf dem Han­dy gemacht. Manch­mal habe ich aber auch mein Bul­let Jour­nal (BuJo) dafür »miss­braucht« und ein gan­zer Hau­fen an Noti­zen und Ide­en befin­det sich in der Cloud. Gganz schön chao­tisch also. Bestimmt bin ich mit so einem Schreib­cha­os nicht allein. Plötz­lich fiel es mir wie Schup­pen von den Augen, dass ich end­lich ein ver­nünf­ti­ges Notiz­buch nur für die­sen Zweck brau­che. Eines, das klein genug ist, um in mei­ne Man­tel­ta­sche zu pas­sen. Ich bin sofort los und habe mich auf die Suche bege­ben. Am Ende ent­schied ich mich für ein schlich­tes grau­es Notiz­buch im A6 For­mat.

Nun habe ich ein aktu­el­les BuJo und des­sen zwei Vor­gän­ger. Das Buch was auf dem Foto oben­auf liegt, ist mein bis­he­ri­ges Notiz­buch für Sky­mir. Der Inhalt ist nicht wirk­lich über­sicht­lich, muss ich sel­ber sagen. Auf dem iPad sind mei­ne Noti­zen aus der Cloud – ich benut­ze One­Note – und um die steht es ord­nungs­tech­nisch noch viel schlim­mer! Das Pro­blem ist, dass sich alte mit aktu­el­len Ide­en und Noti­zen mischen und ich selbst nicht mehr weiß, wo ich was auf­ge­schrie­ben hat­te.

Jetzt habe ich ange­fan­gen, alles mög­lichst sinn­voll in der Rei­hen­fol­ge in das neue Notiz­buch zu über­tra­gen. Alles bis­her unge­nutz­te und ohne kon­kre­ten Ver­wen­dungs­zweck kommt nach dem, was schon fest­steht und von da ab ist Platz für wei­te­re Noti­zen. Außer­dem wer­de ich die Sei­ten nach The­ma­tik kenn­zeich­nen. So soll­te es klap­pen mit dem geord­ne­ten Schrei­ben!

Wie man einen Kalender noch benutzen kann

Wenn ich Kalen­der nut­zen soll, wie sie eigent­lich gedacht sind – näm­lich um Ter­mi­ne ein­zu­tra­gen –, ist das nie was gewor­den. Irgend­wann fand ich einen Weg, wie sie mir viel dien­li­cher sind. Und zwar als Tage­buch. Dazu nahm ich einen klei­nen Taschen­ka­len­der der aber für jeden Tag ein­zeln genug Platz zum schrei­ben hat­te. Am Bes­ten einen, der für jeden Tag eine gan­ze Sei­te bie­tet. Und dort habe ich dann täg­lich etwas ein­ge­tra­gen. Mei­ne Gedan­ken, ein Tages-Fazit, mei­ne Lau­ne, oder was auch immer mir gera­de wich­tig war. Mitt­ler­wei­le erfüllt das BuJo auch die­sen Zweck.

Außer­dem tra­ge ich da für mei­ne Soci­al Media Kanä­le rele­van­te Daten ein. Zum Bei­spiel einen Likes-Zäh­ler, einen Fol­lo­wer-Zäh­ler, wann ich was auf Insta­gram gepos­tet habe und so wei­ter. Dann habe ich es für eine Wei­le blei­ben las­sen, aus per­sön­li­chen Grün­den. Ich brauch­te Abstand.
In letz­ter Zeit habe ich mal wie­der mehr dar­über nach­ge­dacht. Ich habe eine Men­ge Insta­gram Fol­lo­wer ver­lo­ren. Das hat man davon, wenn man eine Wei­le wenig hoch­lädt. Aber haupt­säch­lich geht es mir nach wie vor um die­sen Blog und wie ich ihn regel­mä­ßig und sinn­voll fül­len kann. Die Lösung lau­tet: Kalen­der. Und ich habe einen nahe­zu per­fek­ten für mei­ne Zwe­cke gefun­den.
Die­ser klei­ne, blaue soft­co­ver-Kalen­der von teNeu­es kam in vier wei­te­ren Far­ben und mit einem alter­na­ti­ven Text auf dem Cover daher, aber von innen waren sie alle gleich. Ich habe nicht nach­ge­guckt, ob es online noch wei­te­re Vari­an­ten gibt.

Wie man einen Kalender kreativ benutzen kann

Mein teNeu­es Kalen­der von innen

Wie oben zu sehen ist, steht noch nichts drin, der Kalen­der gilt näm­lich erst ab Dezem­ber. Bis dahin übe ich mei­nen Plan in einer Klad­de. Jeden­falls habe ich mich für die­sen Kalen­der ent­schie­den wegen der Spal­ten, die sich rechts neben Datum und Tag anein­an­der­rei­hen. Mei­ne Idee war für jeden Tag eine Kate­go­rie anzu­le­gen und jede für sich wie einen Ter­min zu behan­deln. Das zei­ge ich mal eben an einem Bei­spiel:

Blog Insta­gram Twit­ter News­let­ter Für mich
3 MONTAG Bei­trags-The­ma
Stich­wör­ter
Bei­trags-Typ
Wel­ches Bild?
  • Mor­gen­gruß
  • Blog-Bei­trag tei­len
  • Einen Ret­weet
Ide­en des Tages für den nächs­ten News­let­ter kom­men hier rein, falls es wel­che gab Was ich per­sön­lich und ganz eigen­nüt­zig gern machen will

Wenn ich ange­fan­gen habe, den Kalen­der tat­säch­lich zu benut­zen, berich­te ich in einem Fort­set­zungs-Bei­trag wie es läuft. In dem möch­te ich dann auch tei­len, was mei­ne alten Noti­zen zu Sky­mir offen­bart haben und natür­lich auch einen klei­nen Ein­blick geben.

Was sind eigentlich Ladyplanner?

Frag­te ich mich, als ich an einem Regal vor­bei ging, in dem wel­che aus­la­gen. Bei den Kalen­dern, aber als eige­ne Kate­go­rie.
Viel­leicht sind es ja Kalen­der die extra dafür da sind, um Über­sicht über sei­ne gan­zen Dates mit hei­ßen Ladies zu behal­ten! Dar­in trägt man dann sei­ne gan­zen Ver­ab­re­dun­gen ein und Noti­zen zu den jewei­li­gen Damen, damit man auch ja nichts durch­ein­an­der bringt.

Oder aber die Gru­sel-Vari­an­te: Damit plant man sei­ne eige­ne Lady, die dar­auf pro­gram­miert ist, einem zu die­nen. Ein Robo­ter oder ein Hybrid! Die muss ja ab und zu gewar­tet und TÜV geprüft wer­den. Oder viel­leicht weist sie auch manch­mal komi­sche Feh­ler auf.

Ich war sehr ent­täuscht, als ich einen Blick in die­sen omi­nö­sen Lady­plan­ner warf und dann war es bloß ein stink­nor­ma­ler Kalen­der. Nur, dass der einen rosa­far­be­nen Ein­band hat­te. Weil das ja jeder Frau ein­zig wah­re Lieb­lings­far­be ist.

Was kam dir bei dem Wort »Lady­plan­ner« in den Sinn? Hast du auch eine Idee dazu?

Meine 5 liebsten Kanäle auf YouTube

So sieht die You­Tube Start­sei­te heu­te bei mir aus

Ob zur Inspi­ta­ti­on, zum Ler­nen, zur ein­fa­chen hirn­lo­sen Unter­hal­tung um mal abzu­schal­ten. Das sind alles gute Grün­de bei You­Tube ein­zu­schal­ten. Und ich bin schul­dig: ich tu’s oft, aus all die­sen Grün­den.
Heu­te tei­le ich mei­ne liebs­ten You­Tube Chan­nels und um eines vor­weg zu neh­men: Es sind nicht nur Kunst-Kanä­le.

Videos zum Lachen und Videos zum Lernen

Es han­delt sich bei mei­nen Lieb­lings­ka­nä­len um eine Mischung aus Enter­tain­ment und Kunst. Eini­ge brin­gen mich zum Lachen und machen ein­fach nur gute Lau­ne, ande­re wecken in mir Bewun­de­rung und inspi­rie­ren mich.

Übri­gens habe ich selbst auch heu­te wie­der ein Video hoch­ge­la­den, indem es grob um Ide­en­fin­dung für mei­ne Blog­ein­trä­ge geht. »The­men zum Blog­gen mit Losen« fin­dest du hier.

Es gibt immer was zu entdecken

Des­we­gen gucke ich auch viel aus den Emp­feh­lun­gen, was mich eben gera­de so anspricht. Eini­ge Kanä­le schaue ich viel und sprin­ge dann wie­der ab, nur weni­ge sehe ich wirk­lich oft und gern. Dar­um konn­te ich mich aus mei­nen bei­na­he acht­zig Abon­ne­ments für nur fünf Favo­ri­ten anstel­le der zuerst gedach­ten zehn ent­schei­den.

Wie beim letz­ten Mal sind mei­ne Emp­feh­lun­gen alpha­be­tisch sor­tiert und nicht nach Rang­ord­nung. Schließ­lich kommt es immer auch auf die Stim­mung an!

1. Adam Duff LUCIDPIXUL

Adam Duff ist ein Ame­ri­ka­nisch-Kana­di­scher Künst­ler in den Berei­chen Fan­ta­sy Art/​Illustration und Con­cept Art, aber er ist auch Art Direc­tor und Leh­rer. Zum Bei­spiel hat er unter Ande­rem für Elec­tro­nic Arts gear­bei­tet.
Sei­ne Vide­os rich­ten sich an ande­re Künst­ler, vor Allem die­je­ni­gen, die sich für die Enter­tain­ment Bran­che inter­es­sie­ren so wie wie Free­lan­cer.
Was mir an ihm beson­ders gut gefällt ist, wie sei­ne Vide­os und das, was er erzählt wirk­lich Sub­stanz haben. Ich emp­fin­de sie immer als tief­grün­di­ger als vie­le ande­ren. Er regt mich immer zum Nach­den­ken an.

2. FZD School

Unter Con­cept Artists und sol­chen, die es wer­den wol­len is Feng Zhu ein aner­kann­ter Held unter den Künst­lern unse­rer Zeit, wür­de ich behaup­ten. Er grün­de­te die Feng Zhu Design School – kurz: FZD. Er arbeitet(e) an bekann­ten Fil­men und Spie­len als Con­cept Desi­gner bei Dis­ney, Elec­tro­nic Arts und Uni­ver­sal und vie­len mehr. Er trug bei zu Hits wie zum Bei­spiel Wing Com­man­der und Star Wars Epi­so­de III und unter­rich­te­te an der Gno­mon School Of Arts.
Mit sei­nen Vide­os habe ich ange­fan­gen über Con­cept Art zu ler­nen. Seit er sei­ne eige­ne Schu­le eröff­net hat, gibt es lei­der weni­ge neue Vide­os, aber die bis dahin habe ich glau­be ich alle gese­hen.

3. PlayStation Access

Mein aller­liebs­ter Spie­le-Kanal und ein Gro­ßer. Also, ein Geheim­tipps ist es nicht gera­de. Wenn ich wis­sen will, was es neu­es auf der Play­Sta­ti­on gibt, was bald kommt und wie sich was spielt, dann gucke ich gern hier rein. Die Epi­so­den sind immer lus­tig und unter­halt­sam gestal­tet mit Ein­la­gen der Stink­tier-Hand­pup­pe und Dave, der bis in alle Zei­ten eine Strich­lis­te dar­über führt, wie oft Rob sei­ne Lieb­lings­spiel-Serie Metal Gear Solid in irgend­ei­ner Wei­se unter­bringt. Rob kann ein­fach nicht anders. Und dar­um gucke ich Play­Sta­ti­on Access auch ohne irgend­was wis­sen zu wol­len, manch­mal will ich ein­fach nur unter­hal­ten wer­den.

4. Rose and Rosie

Ein ver­hei­ra­te­tes Bri­ti­sches Paar und Come­dy-Duo. Ihre Vide­os dre­hen sich meist um ihr eige­nes Leben und durch die­se sind sie auch bekannt gewor­den. Heu­te einer der größ­ten You­Tube Chan­nel, die zwei sind wel­che der weni­gen Men­schen, die von You­Tube Vide­os allein leben kön­nen. Ver­rückt, was? Jeden­falls gucke ich Rose und Rosie immer gern zu.

5. Trent Kaniuga

An sei­ne Art muss­te ich mich erst etwas gewöh­nen, aber jetzt gehört sein »Dudes, what’s hap­pe­nin‹?!« ein­fach dazu. Sei­nen Kanal gucke ich mitt­ler­wei­le regel­mä­ßig. Leich­te­re Kost als Lucid­pi­xul und weni­ger lehr­reich als Feng Zhu, denn in den meis­ten Vide­os guckt man ihm bei der Arbeit über die Schul­ter wäh­rend er lus­ti­ges Zeug plau­dert. Aller­dings ist es nicht immer nur lus­ti­ges Zeug, manch­mal bringt er einem auch was bei und teilt sein Wis­sen mit den Zuschau­ern. Als Künst­ler ist er näm­lich schon eine gro­ße Num­mer, er arbeitet(e) an Dia­blo 3, Hearth­stone, League of Legends und World of War­craft, hat ein eige­nes Stu­dio gegrün­det, schreibt Novels und ent­wi­ckelt gera­de ein Indie-Game.

So, das war’s. Hast du die Kanä­le besucht oder die hier gelis­te­ten Vide­os geschaut? Kann­test du die­se You­Tuber und wie gefal­len sie dir?

Um über neue Blog-Bei­trä­ge auf dem Lau­fen­den zu blei­ben, abon­nie­re doch mei­nen News­let­ter oder fol­ge mir auf Twit­ter und Insta­gram.

Glaubwürdige Charaktere erstellen

Glaubwürdige Charaktere entwickeln (mit Beispielen)

Glaub­wür­di­ge Cha­rak­te­re zu schrei­ben und zu zeich­nen fällt nicht jedem leicht, ist aber aus­schlag­ge­bend für jede Geschich­te. Wie ich immer wie­der gern beto­ne: mei­ne Cha­rak­te­re sind mir sehr wich­tig. Sie sind der ers­te Anlauf­punkt für Leser um einen Ein­stieg in eine Geschich­te zu fin­den und die ihn oder sie die gan­ze Zeit beglei­te­ten.
In mei­nem heu­ti­gen Bei­trag erzäh­le ich dir, wie ich mei­ne eige­nen Cha­rak­te­re ent­wick­le und wie man glaub­wür­di­ge Cha­rak­te­re erstellt. Dabei bezie­he ich mich auf Bücher, aber auch auf Comics oder Pen And Paper Rol­len­spie­le, in denen es nicht reicht sei­nen Cha­rak­ter »nur« zu schrei­ben und zu beschrei­ben, son­dern man ihn auch dar­stel­len muss.

Was sind dreidimensionale Charaktere und wozu ist das gut?

Das Wort »drei­di­men­sio­nal« klingt viel­leicht etwas abs­trakt, aber gemeint ist ein Cha­rak­ter mit Tie­fe und Kon­flik­ten. In einer Geschich­te gibt es ja nicht nur äußer­li­che Kon­flik­te, wie Krieg zum Bei­spiel. Häu­fi­ger geht es viel­mehr um inne­re Kon­flik­te, auch wenn sie nicht sofort ersicht­lich sind. Vie­le Pro­ble­me kom­men oder kamen über­haupt erst auf, weil ein Cha­rak­ter – meis­tens der Prot­ago­nist – einen inne­ren Kampf führt. Des­we­gen darf der Held oder die Hel­din auch nicht feh­ler­los und per­fekt sein. Wenn es nach mir geht, scha­den auch ein paar äußer­li­che Schwä­chen nicht.
Fik­ti­ve Per­so­nen sind oft etwas über­trie­ben, also nicht genau so, wie jemand aus dem ech­ten Leben, wie du und ich. Aber ihnen Schwä­chen und Feh­ler zu geben hilft, sich mit ihnen zu iden­ti­fi­zie­ren. Dazu mehr im nächs­ten Abschnitt.

Also was brauchen glaubwürdige Charaktere?

Neben einem Motiv und Moti­va­ti­on um die Geschich­te vor­an­zu­trei­ben, eine Men­ge Per­sön­lich­keit. Eigent­lich spielt die Rei­hen­fol­ge da erst ein­mal kei­ne Rol­le. Für Ský­mir habe ich mir die Cha­rak­te­re mehr oder weni­ger par­al­lel zuein­an­der aus­ge­dacht, eini­ge sind schon aus­ge­reif­ter als ande­re. Was ich mei­ne ist, dass ich mich bei ihrer Ent­wick­lung an kei­ne Rang­ord­nung von irgend­wel­chen Per­sön­lich­keits-Aspek­ten gehal­ten habe. So habe ich Hil­da zum Bei­spiel erst ein Aus­se­hen gege­ben, was mir per­sön­lich immer hilft über­haupt vor­an­zu­kom­men. Danach kamen ein paar Cha­rak­ter­zü­ge dazu, wie Hitz­köp­fig­keit und Mut. Nach und nach kam immer mehr dazu und das Bild in mei­nem Kopf wur­de deut­li­cher. Ihr Ziel in der Geschich­te kam erst ziem­lich zum Schluss.
Hier ist eine kur­ze Lis­te von Fra­gen, die man für sei­nen Cha­rak­ter beant­wor­ten soll­te:

  • Wel­che Stär­ken hat er/​sie?
    Sagen wir, ein Cha­rak­ter der sehr gut sin­gen kann, lie­be­voll und gütig ist.
  • …und wel­che Schwä­chen?
    Lei­der hat er auch Angst vor Men­schen­men­gen und traut sich nicht, sei­nen Gesang einem Publi­kum zu prä­sen­tie­ren.
  • Was ist seine/​ihre größ­te Angst?
    Sehr nütz­lich. Um die Span­nung zu stei­gern, soll­te sich der Held oder die Hel­din an irgend­ei­nem Punkt der Geschich­te (bes­ten­falls in der Mit­te oder kurz vor dem Ende) mit die­ser Angst kon­fron­tiert sehen.
  • Was ist ihm/​ihr wich­tig?
    Wofür wür­de er/​sie alles ande­re hin­schmei­ßen? Wofür ist es ihm/​ihr wert zu kämp­fen?
  • Was ist sein/​ihr Ziel?
    Musi­ker wer­den wie im obi­gen Bei­spiel, oder gleich die gan­ze Welt ret­ten?
  • Was steht beim errei­chen des Ziels im Weg?
  • Wie muss er/​sie sich ändern, die Hin­der­nis­se zu über­win­den?

Dazu muss ich sagen, dass die per­sön­li­che Angst des Hel­den nicht unbe­dingt der Haupt­kon­flikt ist. In mei­ner Geschich­te Ský­mir ist der Haupt­kon­flikt unter ande­rem die Unei­nig­keit der Völ­ker auf Del­lin­gur. Hildas per­sön­li­che Angst allein und auf sich gestellt zu sein (jetzt hab‹ ich’s ver­ra­ten) hat nicht direkt etwas damit zu tun und die Bekämp­fung die­ser Angst führt nicht zwangs­läu­fig und unmit­tel­bar zu Frie­den zwi­schen den Fron­ten.

Die Psychologie dahinter

Es hilft, wenn man sich für Psy­cho­lo­gie inter­es­siert. Zum Glück muss man nicht unbe­dingt rich­tig bewan­dert dar­in sein oder einen Dok­tor haben, um einen Cha­rak­ter gut und glaub­wür­dig zu schrei­ben. Das Han­deln des Cha­rak­ters muss aber nach­voll­zieh­bar sein und darf den Leser nicht mit Wider­sprüch­lich­kei­ten ver­wir­ren oder mit Ein­sei­tig­keit lang­wei­len.
Man soll­te sich des­halb Gedan­ken dar­um machen, wie Men­schen wer­den, wie sie wer­den. Du musst nicht bis ins aller kleins­te Detail gehen oder womög­lich noch ver­se­hent­lich dar­an kle­ben blei­ben und dar­über hin­aus die eigent­li­che Geschich­te ver­nach­läs­si­gen. Trotz­dem: je mehr du über dei­nen Cha­rak­ter weißt, des­to glaub­haf­ter wird er/​sie.

Mir per­sön­lich macht das sogar Spaß, ich kann gar nicht anders, die Ide­en kom­men ein­fach. So habe ich mir zumin­dest schon für Hil­da und Yng­vild über­legt, wie ihre Ver­gan­gen­heit aus­sah und wie sie dazu gekom­men sind, in den Kampf gegen »das Böse« zu zie­hen.
So viel kann ich glau­be ich ver­ra­ten: ihre Grün­de sind nicht kom­plett bis über­haupt nicht selbst­los. Mei­ne Cha­rak­te­re sol­len rea­lis­tisch sein und kei­ne Hei­li­gen. Ehr­lich gesagt machen mir die dunk­len Sei­ten und die Schwä­chen mei­ner Cha­rak­te­re die grö­ße­re Freu­de und ohne die wären sie lang­wei­lig.

Dazu fällt mir aber gera­de ein Bei­spiel ein: Cap­tain Ame­ri­ca. Viel­leicht könn­te man ihn als einen Cha­rak­ter mit selbst­lo­sen Zie­len bezeich­nen. Er will ja in den Krieg zie­hen um für Frie­den und Frei­heit kämp­fen. Aber wenn man dar­über nach­denkt, will er viel­leicht ein­fach nur ein Held sein, bloß wür­den die wenigs­ten das zuge­ben. Aber das ist nur mei­ne Sicht der Din­ge. Dar­über hin­aus hat mich gestört, dass er nicht ein­mal etwas tun muss­te, außer an einem Ver­such teil­zu­neh­men. Ich hät­te mehr Respekt für sei­ne Figur gehabt, wenn er hart trai­niert hät­te, damit sei­ne Kör­per­grö­ße wie­der aus­ge­gli­chen hät­te und es aus eige­ner Kraft allen bewie­sen hät­te, scheiß auf die Armee. Na ja, ich schwei­fe ab. So aller­dings fal­len mir übri­gens auch manch­mal Geschich­ten ein.

Ein wei­te­res Bei­spiel aus der Welt der Super­hel­den wäre Bat­man. Ein gutes Bei­spiel wie ich fin­de, aber ich mag Bat­man ja auch. Man kann argu­men­tie­ren ob er nur ein rei­cher Kerl ist der sich tol­les Super­hel­den-Spiel­zeug leis­ten kann und gar kein Super­held ist. Ja, genau­ge­nom­men ist er kein rich­ti­ger Super­held, er hat kei­ne spe­zi­el­len Kräf­te. Aber genau das ist es, was mir an ihm gefällt. Er sorgt selbst für sei­ne kör­per­li­che Fit­ness und Aus­rüs­tung.
Ist es so viel schlech­ter mit einem Hau­fen Geld zum Super­hel­den zu wer­den als durch den zufäl­li­gen Biss einer Spin­ne der einem dann prak­ti­scher­wei­se tol­le Fähig­kei­ten und einen ath­le­ti­schen Kör­per ver­leiht? Nö.

Ach ja, ich woll­te ja auf was ganz ande­res hin­aus. Näm­lich Bat­mans Psy­che (ori­en­tiert an »Bat­man Begins«), ganz ober­fläch­lich:
Als klei­ner Jun­ge fällt Bruce Way­ne in einen Brun­nen und wird dort von Fle­der­mäu­sen atta­ckiert. Seit­her hat er Angst (die erwähn­ten Ängs­te) vor Fle­der­mäu­sen.
Kurz dar­auf wer­den sei­ne Eltern von einem Stra­ßen­räu­ber getö­tet. Der Stra­ßen­räu­ber wird zwar gefasst, kommt nach eini­gen Jah­ren wie­der frei, Bruce ist mitt­ler­wei­le ein ver­bit­ter­ter Erwach­se­ner und er sinnt auf Rache (Motiv). Lei­der kommt ihm jemand zuvor und so begnügt sich Bruce damit, kri­mi­nel­les Den­ken zu erfor­schen. Er lernt, dass man sich sei­nen Ängs­ten stel­len muss, um sie zu besie­gen und des­halb wird er spä­ter gleich selbst zur Fle­der­maus.
Hier ist ganz klar zu erken­nen, was ihn geprägt hat und wie die Ereig­nis­se sich auf ihn aus­ge­wirkt haben. Er han­delt aus eige­ner Moti­va­ti­on her­aus, durch Emo­tio­nen, Rach­sucht und Ver­bit­te­rung her­vor­ge­ru­fen, das ist für mich glaub­wür­dig und nach­voll­zieh­bar.

Nebencharaktere und Antagonist

Die braucht es auch. Und bei ihnen muss man sich genau so viel Mühe geben, wie mit dem Haupt­cha­rak­ter, aber beson­ders mit dem Ant­ago­nis­ten. Des­we­gen benut­ze ich hier die sel­be Metho­de wie oben beschrie­ben (»Also was braucht ein guter Cha­rak­ter?«) zumin­dest für den Böse­wicht und den Side­kick oder bes­ten Freund des Hel­den.

Wenn man schon eine Figur hat, ist es leich­ter. Man nimmt ein­fach den Cha­rak­ter, den man schon fer­tig beschrie­ben hat und kre­iere das Gegen­teil von ihm/​ihr. Das funk­tio­niert gut am Cha­rak­ter des Gegen­spie­lers, der dann auch das genau gegen­tei­li­ge Ziel anstrebt. Aber ich habe es auch an Hil­da und Yng­vild so ange­wandt. Sie spie­len für das sel­be Team – obwohl sie unter­schied­li­che Din­ge wol­len und anstre­ben – , sind aber kom­plett gegen­sätz­lich. Aller­dings sind sie kei­ne Freun­de.
Hildas bes­ter Freund ist Bor­gir, der Hil­da ziem­lich ähn­lich ist, was die Wesens­art angeht. Die meis­ten Men­schen wür­den wohl eher mit jeman­dem befreun­det sein, der einem selbst ähnelt. Natür­lich gibt es auch Aus­nah­men.

Klischees vermeiden

Das ist mein letz­ter Tipp zum schrei­ben von glaub­haf­ten Cha­rak­te­ren. Du musst die Kli­schees in dei­nem Gen­re ken­nen um sie zu umge­hen. Ský­mir ist eine Sci­ence Fic­tion Geschich­te – ja ja, mit Fan­ta­sy-Ele­men­ten, das muss ich immer schrei­ben! Mei­ne Gen­re-Kli­schees sind post­apo­ka­lyp­ti­sche Sze­na­ri­en, böse Ali­ens die am Ende trotz ihrer all­ge­mei­nen Über­le­gen­heit besiegt wer­den, oder der Ver­lust von Kon­trol­le über eige­ne Tech­no­lo­gie, um nur ein paar zu nen­nen.

Glaubwürdige Charaktere und wie sie aussehen

Ich spre­che jetzt aus zeich­ne­ri­scher Sicht, aber das lässt sich auch aufs Schrei­ben anwen­den. Wenn du eine eige­ne Geschich­te schreibst, kannst du dir ein­fach das Aus­se­hen von bereits exis­tie­ren­den Cha­rak­te­ren oder Per­so­nen des ech­ten Lebens (Schau­spie­ler, Musi­ker) zum Vor­bild neh­men und ihnen dei­nen Stem­pel auf­drü­cken indem du sie an dei­ne »Bedürf­nis­se« anpasst. Natür­lich schreibst du dann nicht »Hans-Jür­gen der aus­sah wie Liam Nee­son nur mit lan­gen Locken«.

So ist es beim Zeich­nen auch, du kannst dir Inspi­ra­ti­on aus dem Leben neh­men und neu model­lie­ren. Gera­de bei exi­sie­ren­den Cha­rak­te­ren ist aber Vor­sicht gebo­ten, das fällt schnell auf und das nicht im posi­ti­ven Sin­ne. Mach dei­nen Cha­rak­ter wie du willst, dem sind theo­re­tisch kei­ne Gren­zen gesetzt. Ich woll­te nur wie­der dar­auf hin­wei­sen, dass das Aus­se­hen auch zum Cha­rak­ter pas­sen muss.

Wenn dein Cha­rak­ter ein Aben­teu­rer ist wie India­na Jones, wird er prak­ti­sche Klei­dung tra­gen. Irgend­was mit vie­len Taschen, wor­in man sich trotz­dem gut bewe­gen kann, also nichts all­zu Unbe­que­mes. Den­ke ein­fach dar­an, was man im jewei­li­gen Beruf braucht. Und auch, was zur Per­sön­lich­keit passt. Um wie­der Hil­da als Bei­spiel zu neh­men: sie trägt die Uni­form ihres Ordens, muss sie ja, genau wie Yng­vild. Nun sind bei­de Cha­rak­te­re wich­tig für mei­ne Sto­ry, zwei Haupt­fi­gu­ren. Des­we­gen müs­sen sie schon etwas Indi­vi­dua­li­tät mit­brin­gen.

Bei Yng­vild ist es allein die Tat­sa­che, dass sie im Rang höher steht und von daher sowie­so eine ande­re Uni­form trägt. Bei ihr ist sie gene­rell eher Figur­be­tont, Yng­vild ist ernst und eine erwach­se­ne Frau.

Hil­da ist was das Alter betrifft auch erwach­sen, bei der Per­sön­lich­keit sieht das schon anders aus. Sie ist auf­brau­send, wild und ihre Freun­de waren schon immer vom ande­ren Geschlecht. Sie ist nicht mäd­chen­haft, zim­per­lich oder eitel. Des­we­gen trägt sie ihre Uni­form ein paar Num­mern zu groß und hat oft zer­zaus­tes Haar wel­ches sie nur ungern bürs­tet.

Sexy oder nicht sexy, das ist hier die Frage

Ja, ich mache dir da wenig Illu­sio­nen. Manch­mal muss man sich ein­fach ent­schei­den zwi­schen sexy und glaub­wür­dig. Wäh­rend India­na Jones prak­tisch und ange­mes­sen geklei­det ist, war Lara Croft es damals nicht (ich glau­be es hat sich gebes­sert). Wer spielt kennt auch die Biki­ni-Rüs­tun­gen. Also ziem­lich nutz­los im Kampf, lenkt angeb­lich die Fein­de ab. Nee, schon klar.

Wenn du mich fragst, mir wäre die Glaub­wür­dig­keit immer lie­ber. Neh­men wir mal Bri­en­ne Of Tarth aus Game Of Thro­nes (die Serie, nicht das Buch). Gut, die ist viel­leicht nicht das, was die meis­ten unter »sexy« ver­ste­hen. Sie ist schließ­lich fast zwei Meter groß und wird stän­dig für einen Mann gehal­ten. Beson­ders, wenn sie ihre Rüs­tung trägt, die kein Biki­ni ist, son­dern eine ganz nor­ma­le Rit­ter­rüs­tung.
Das fin­de ich mal kon­se­quent, glaub­wür­dig und genau das macht sie so beson­ders.
Alles ande­re ist nur ein bil­li­ger Trick um hor­mon­ge­steu­er­te Fans zu gewin­nen – für die hat Game Of Thro­nes auch eini­ges zu bie­ten, ist ja kein Geheim­nis.

Okay, das war alles, was ich dazu zu sagen hat­te. Reicht ja auch. Oder? Wenn es noch ein The­ma gibt, was du hier ver­misst hast, hin­ter­las­se doch einen Kom­men­tar. Ich wür­de mich freu­en!

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