Miris Orbit

Vom Schreiben, Zeichnen und Science Fiction

Diese 6 Dinge inspirieren mich beim Zeichnen

Hel­lo again,

es ist Mon­tag und ein per­fek­ter Tag um eine Lis­te auf­zu­stel­len von Din­gen, die zum Zeich­nen oder Malen inspi­rie­ren. Mich zumin­dest.
Es gibt da die­se eine Fra­ge, die lässt sich unter­schied­lich for­mu­lie­ren, läuft aber auf’s Sel­be hin­aus und ich sehe sie immer und immer wie­der.

»Was kann ich zeich­nen?« bezie­hungs­wei­se »Was kann ich malen?« schei­nen sich vie­le ange­hen­de Künst­ler zu fra­gen. Und obwohl auch bei einem Pro­fi mal eine klei­ne Flau­te auf­kom­men kann, ist die­ses Pro­blem doch eher unter Ama­teu­ren, Anfän­gern, Ein­ge­ros­te­ten und Hob­by­künst­lern ver­brei­tet.
Aber war­um ist das so?
Ich stel­le hier mal die Behaup­tung auf, dass es an Übung man­gelt. Nicht unbe­dingt an prak­ti­scher Übung. Viel­leicht hast du selbst schon unend­lich vie­le Stu­di­en gemacht, einen Akt-Zei­chen­kurs belegt und Haus­tie­re oder dei­ne Mit­men­schen por­trai­tiert.
Dar­an ist auch über­haupt nichts aus­zu­set­zen, mach bloß wei­ter so!
Doch jetzt kommt das Aber: dei­ne Fan­ta­sie brauchst du dazu kaum oder über­haupt nicht.
Irgend­wann kommt aber der Punkt, an dem man einen Schritt wei­ter gehen muss und du merkst sel­ber, wenn es so weit ist.

Hier lis­te ich ein paar Din­ge auf, die mir hel­fen, Inspra­ti­on zu fin­den. Teil­wei­se klin­gen sie sehr banal oder offen­sicht­lich, aber schau dir erst mal an, was ich dazu zu sagen habe. Am Ende der Lis­te habe ich noch einen extra Tipp für dich…

#1 Fil­me
Die gucken wir doch sowie­so (fast) alle. Seri­en gehen natür­lich auch. Aber sieh bewusst hin, hör bewusst zu, las­se alles auf dich wir­ken.
Wie oft habe ich in einem Film schon eine super tol­le Land­schaft gese­hen, einen mys­te­ri­ös beleuch­te­ten Schau­platz, ein rich­tig coo­les Fahr­zeug, oder ein­fach nur die Klei­dung der Cha­rak­te­re.
Drü­cke gedank­lich auf Pau­se – oder in echt, wenn du willst – und den­ke dar­über nach, mache dir bewusst, was dich an dem Augen­blick den du gera­de gese­hen hast, so beein­druckt hat.
Wenn du das nächs­te Mal den Stift in die Hand nimmst, dich an ein Bild setzt, rufe dir die­se Din­ge wie­der in Erin­ne­rung. Nein, jetzt kommt kein Fan­art, Fanarts erfor­dern auch nicht son­der­lich viel Fan­ta­sie. Fra­ge dich statt­des­sen: Kannst du eine Ähn­li­che Atmo­sphä­re schaf­fen? Kannst du das Gefühl ver­mit­teln, was du selbst hat­test? Einen Cha­rak­ter genau so mys­te­ri­ös? Ein Mons­ter genau so gru­se­lig?
Viel­leicht fügst du noch etwas hin­zu!? Mache dei­ne eige­ne Ver­si­on aus dem, was du im Gedächt­nis behal­ten hast.

#2 Video­spie­le
Ziem­lich ähn­lich wie bei den Fil­men. Lässt sich genau so auf Video­spie­le anwen­den. Spie­le haben aber den Vor­teil, dass sie inter­ak­tiv sind. Du kannst ande­re Win­kel pro­bie­ren, dich an ande­re Orte bege­ben und sie von meh­ren Sei­ten betrach­ten. Con­cept Artists arbei­ten an Kon­zep­ten für Fil­me als auch für Video­spie­le. Aber je nach­dem wel­che Art von Film du schaust, spie­len die meis­ten davon doch in der rea­len Welt (Aus­nah­me Sci­ence Fic­tion, Ani­ma­ti­on, Fan­ta­sy und Mär­chen). Alles ist an die Rea­li­tät ange­lehnt, auch im Spiel. Aber in Spie­len kannst du wirk­lich die Kon­zep­te hin­ter Ein­zel­hei­ten ana­ly­sie­ren.
Ich gebe das Bei­spiel Cha­rak­ter-Designs in Bor­der­lands. Als ich gera­de an eini­gen Cha­rak­ter-Designs saß und es an die Kolo­ra­ti­on ging, war ich mir nicht ganz sicher. Wie ver­tei­le ich wel­che Far­ben, so dass es aus­ge­gli­chen ist. Es gibt da eine Art Regel, was die Ver­tei­lung betrifft. Haupt­far­be, Neben­far­be und High­light. Wirk­lich wahr: ich habe Bor­der­lands ein­ge­schal­tet, nur um in den Cha­rak­ter­edi­tor zu gehen und die unter­schied­li­chen Skins (Farb­va­ri­an­ten) aus­zu­pro­bie­ren und zu sehen, wie die­se wirk­ten.
Du willst eine düs­te­re Atmo­sphä­re schaf­fen? Schal­te Dark Souls 3 an und sieh dich um, beob­ach­te Far­ben und Licht. Wenn du es schaffst (wer’s spielt oder mal ver­sucht hat, ver­steht das jetzt).

#3 Lesen
Beson­ders wenn es noch nicht ver­filmt wur­de eine tol­le Gele­gen­heit! Zeich­ne die Figu­ren, Umge­bun­gen und was sonst noch so vor­kommt, wie du es dir vor­stellst! Mehr gibt’s dazu gar nicht zu sagen.

#4 Ande­re Künst­ler
Das kann frus­trie­rend sein, aber auch inspi­rie­rend. Mache das aber am Bes­ten an einem Tag, an dem du nicht vor­hast, wirk­lich selbst zu malen oder zeich­nen. War­um? Die Gefahr zu viel zu über­neh­men und dass dein Bild am Ende eine Art Kopie des Ori­gi­nals ist, ist zu groß. Außer­dem kommst du wahr­schein­lich am sel­ben Tag sowie­so nicht mehr dazu, wenn man erst ange­fan­gen hat…
Ist jeden­falls bei mir so.
Aber genau wie beim Tipp Num­mer eins lege ich dir nahe, das was du siehst, zu ana­ly­sie­ren. Was hat der Künst­ler da gemacht? Wie könn­te er oder sie es so hin­be­kom­men haben? Und vor allem: War­um hat er oder sie es so gemacht?

#5 Aus­zeit
Damit mei­ne ich nicht faul rum­lie­gen und gar nicht zeich­nen. Damit mei­ne ich, wenn du dich zu lan­ge und zu sehr in etwas hin­ein­kniest, ver­liert es oft den Effekt. Du wirst gestresst, unzu­frie­den, ver­krampft, viel­leicht sogar ver­bis­sen. Und ich spre­che da aus eige­ner Erfah­rung. Wenn du merkst, dass es nur noch frus­trie­rend ist, du dich ärgerst und immer mehr Feh­ler machst und schein­bar alles nur »schlim­mer« wird anstatt bes­ser, spä­tes­tens dann soll­test du wirk­lich auf­hö­ren.
So weit muss es aber nicht erst kom­men. Am Bes­ten du setzt dir selbst ein Ziel, wie viel Zeit du pro Tag oder Woche ins Zeich­nen inves­tie­ren willst und ver­suchst dies ein­zu­hal­ten. Das gewährt eine bes­se­re Kon­trol­le.
Aber Aus­zeit muss sein. Manch­mal braucht man ein­fach einen Spa­zier­gang, ein Tref­fen mit Freun­den, mit dem Haus­tier spie­len, irgend etwas, bei dem man den Kopf auch mal abschal­ten kann. Am Bes­ten aber etwas an der fri­schen Luft und mit Bewe­gung zum Aus­gleich.
Zeich­nen kann näm­lich ech­te Kopf­ar­beit sein, wenn du es ernst damit meinst.

#6 Rei­sen
Auch eine Art Aus­zeit, bei der man vie­le neue Ein­drü­cke gewinnt. Ein­fach mal aus der gewohn­ten Umge­bung raus sein, ist unge­mein hilf­reich und inspi­rie­rend! Du kannst auch dein Skiz­zen­buch mit­neh­men. In Bus, Bahn, Zug und Flug­zeug ist Zeich­nen ein sehr guter Zeit­ver­treib.

Extra Tipp
Wenn dir das gera­de alles zu viel war, oder ein­fach nur so, kannst du auch ein­fa­cher anfan­gen. Das ist übri­gens etwas, was ich selbst gemacht habe, als ich noch wei­ter am Anfang stand.
Fol­gen­des: Du kannst etwas zeich­nen, sagen wir es ist eine Land­schaft, mit Foto­re­fe­renz. Und dann modi­fi­zierst du das Gan­ze. Zum Bei­spiel kannst du die Tages­zeit ändern. In dei­ner Ver­si­on herrscht nicht mehr hel­les Tages­licht, son­dern es däm­mert bereits und wo in der Refe­renz nichts ist, stellst du ein paar Later­nen auf. Du kannst noch mehr hin­zu­fü­gen, wie Häu­ser im Hin­ter­grund, ein Tier, einen Cha­rak­ter, einen Weg, einen Brun­nen, egal was. Oder las­se etwas weg. Bei dir gibt es gar kei­nen See son­dern ein aus­ge­trock­ne­tes Fluss­bett mit spit­zen Fel­sen und am Him­mel fliegt ein Heli­ko­pter.

So, ich hof­fe die­se Vor­schlä­ge waren hilf­reich. Was ist es, das dich inspi­riert?

Zurück

Skýmir Leseprobe (SciFi Geschichte) Teil 2

Nächster Beitrag

Skýmir Leseprobe (SciFi Geschichte) Teil 3

  1. Susanne

    Wenn mich über­haupt etwas inspi­riert dann die Natur! Licht und Far­ben­spiel und z.B. Gestalt und Zeich­nung außer­ge­wöhn­li­cher Tie­re und Pflan­zen, tja…wenn ich zeich­nen könn­te, dann gäbe es unend­lich viel Inspi­ra­ti­on für mich🙂

    • Das wür­de mir jetzt nicht unbe­dingt direkt Ide­en brin­gen, aber eine Pau­se und Ent­span­nung für den Kopf ist es auf jeden Fall! Und das ist ja genau so gut 😀

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén