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Ich stelle vor: Bjolan

So lang­sam ist es an der Zeit, den drit­ten Haupt­cha­rak­ter mei­ner Geschich­te etwas genau­er vor­zu­stel­len. Viel gab es ja bis­her nicht von ihm zu sehen oder lesen, aber heu­te will ich etwas Licht ins Dun­kel brin­gen.

Na, zuge­ge­ben: so einen deko­ra­ti­ven Kranz trägt er nor­ma­ler­wei­se nicht und auch kei­ne Feder. Dafür aber ein Banda­na. War­um das so ist, weiß kei­ner außer ihm, nicht mal ich. Ich habe aber mal einen klei­nen Steck­brief zusam­men gestellt!

Vor­na­me: Bjo­lan
Nach­na­me: Ljoski
Geschich­te: Hat sich Ärger ein­ge­han­delt und ist nun auf der Flucht

Augen­far­be: Blau
Haar­far­be: Hell­blond
Kör­per­grö­ße: 180cm
Schmuck: Ein Nasen­ste­cker, zwei glit­zern­de Ohr­rin­ge, ein- bis zehn Rin­ge

Gute Ange­wohn­hei­ten: Kann char­mant sein, opti­mis­tisch, anpas­sungs­fä­hig
Schlech­te Ange­wohn­hei­ten: Unehr­lich­keit, Berech­nung, Hang zur Völ­le­rei
Mag: Frau­en, Spaß, Glücks­spiel, Essen, Fei­ern, Aben­teu­er, Har­mo­nie
Mag nicht: Spie­ßer, Lang­wei­ler, Über­emp­find­lich­keit
Stär­ken: Fin­det immer einen Aus­weg und erholt sich schnell von Rück­schlä­gen
Schwä­chen: Frau­en und gesell­schaft­li­chen Ereig­nis­sen kann er nur schwer wider­ste­hen

Beson­de­re Fähig­kei­ten: Sich aus fast allem her­aus­re­den kön­nen
Waf­fen: Mes­ser

Ambi­tio­nen: Sein eige­nes Stand­bein
Job: Arbeits­los

Mot­to: wenn nicht in die­sem Leben, wann dann?

Und auf Wunsch…

Was Angela Merkel über Bjolan sagen würde

Ein Den­ken, das kein Mor­gen kennt. Eine Bes­se­rung ist der­zeit undenk­bar. Aber ent­schei­dent ist, was hin­ten raus­kommt.

Wird Hilda die Weltherrschaft an sich reißen?


Das ist hier die Fra­ge. Vor­an muss aber gefragt wer­den: will sie das über­haupt? Und wenn nicht Hil­da, wer denn dann? Fra­gen über Fra­gen…

Mög­li­cher­wei­se will Hil­da die Welt beherr­schen und weiß es nur selbst noch nicht! Denn grö­ßen­wahn­sin­nig ist sie nicht. Oder?
Ich check mal kurz auf einer Web­site die Anzei­chen für eine Mega­lo­ma­nie…

  1. Glaubt von sich selbst, eine gro­ße Per­sön­lich­keit zu sein (klar)
  2. Hohes Selbst­wert­ge­fühl 
  3. Ver­lust von Empa­thiefä­hig­keit
  4. Gestei­ger­te Hand­lungs­be­reit­schaft
  5. Ein­set­zen­de Para­noia
  6. Eine Ten­denz, recht­li­che und gesell­schaft­li­che Nor­men zu miss­ach­ten 
  7. Depres­si­on
  8. Gestör­te Wahr­neh­mung
  9. Even­tu­el­ler Nar­ziss­mus
  10. Irra­tio­nal wir­ken­des Ver­hal­ten
Tat­säch­lich klingt das über­haupt nicht nach Hil­da, außer Punkt zwei und vier. Aber ich glau­be, Yng­vild muss auf­pas­sen 😂
Noch ist die Geschich­te von Sky­mir nicht weit genug vor­an geschrit­ten. Aber im Lau­fe der Zeit wer­den die Cha­rak­te­re dir ver­trau­ter und du kannst bestimmt die ein- oder ande­re die­ser Eigen­schaf­ten in Yng­vi ent­de­cken!

Was wür­dest du gern über die Sky­mir Cha­rak­te­re wis­sen? 

Skymir Teil 2 in Arbeit

Mit der Arbeit am nächs­ten Teil mei­ner Sci­Fi Geschich­te habe ich schon begon­nen. Das und ein paar Aus­schnit­te dar­aus, was ich sonst noch so mache, dar­um soll es heu­te gehen. Bist du bereit für die­se Will­kür? Bist du es wirk­lich? Na dann, los geht’s!

Zuerst kurz etwas zu mei­nen Bil­dern, was ich aber nur kurz anschnei­den will. Dem ein oder ande­ren ist viel­leicht eine leich­te (?) Stil-Ände­rung auf­ge­fal­len. Ich bin jetzt noch nicht an einem Punkt an dem ich voll­kom­men »fer­tig« damit bin. Aber das ist man sowie­so nie, das steht fest.
Nur befin­de ich mich im Moment in einer suchen­den Pha­se. Ein paar Din­ge pro­bie­re ich hier und da aus, pas­se ab und zu was an, pro­bie­re sub­til her­um. Mir schwebt etwas vor, was ich ver­mit­teln möch­te, nur wie, das muss ich noch her­aus­fin­den. Mit eini­gen Wer­ken war ich mehr zufrie­den als mit ande­ren. Mit man­chen war ich nur eine begrenz­te Zeit zufrie­den. 

Ich habe ange­fan­gen Bil­der zu sam­meln. Kei­ne von Künst­lern die ich wirk­lich bewun­de­re, son­dern eher Fotos und Illus­tra­tio­nen oder Gra­fi­ken die mir per­sön­lich gefal­len. Mehr eine Art Mood­board, anstatt einer Kunst­samm­lung. Damit ver­su­che ich her­aus­zu­fin­den, wie ich eigent­lich genau ticke. Klingt komisch, ist aber so.

Arbeit und Freizeit

Das wor­an ich gera­de arbei­te (also, nicht das Eige­ne), darf ich lei­der nicht zei­gen. Der­zeit habe ich aber trotz­dem ziem­lich viel Frei­raum, den nut­ze ich zum Aus­pro­bie­ren, wie eben schon gesagt und zur Frei­zeit­ge­stal­tung.
Nach­dem ich 
altes Zeug gespielt habe, habe ich auf Net­flix »Sex Edu­ca­ti­on« durch geschaut. Fand ich ziem­lich lus­tig und mal was Ande­res. Außer­dem gibt’s da ja Gil­li­an, das kann ich mir doch nicht ent­ge­hen las­sen!

Letz­te Woche habe ich beim Bema­len mei­ner Minis Fort­schrit­te gemacht. Jetzt muss ich nur noch die Gesich­ter malen und dann kann ich end­lich mit Inqui­si­to­rin Grey­fax anfan­gen. Ach und die Bases wol­len auch noch gestal­tet wer­den. Tja, ich brau­che echt lan­ge für eine Minia­tur, bin halt Per­fek­tio­nist.

Wie­der was Ande­res: Ges­tern habe ich wie­der Kla­mot­ten gefärbt, wie beim letz­ten Mal im Batik-Look. Das macht Spaß! Lei­der ist das Foto etwas dun­kel. Denn es ist dun­kel. Bei Tages­licht wäre das Bild sicher­lich schö­ner gewor­den, aber da waren sie noch nicht getrock­net. 

Aber was ist mit Skymir?

Zu Anfang des Blog­ein­trags habe ich es ja schon vor­weg genom­men: ich arbei­te dran! Noch nicht wie­der sehr lan­ge aller­dings. Nicht aktiv, heißt das. In mei­nem Kopf schon. In mei­nem Kopf pas­siert viel in der Welt von Sky­mir, aber am Auf­schrei­ben hapert es manch­mal.

Ich erklä­re das mal kurz. Mein Gra­fik Tablet ist super, ich lie­be es. Aber es ist auch rie­sig. Zum Zeich­nen ist das auch eine tol­le Sache. Aller­dings ist das Ding so groß, das kaum noch Platz für was Ande­res auf mei­nem Schreib­tisch ist. Das Tablet steht mit­tig, so dass ich mög­lichst kom­for­ta­bel dar­an arbei­ten kann, mein Lap­top (an den es auch fast immer ange­schlos­sen ist), steht rechts dane­ben.
Wenn ich tip­pen will – und das gilt auch für’s Blog­gen – ist das weni­ger ange­nehm. Dabei sit­ze ich hier schief und krumm und ver­dreht und eher unbe­quem.

Des­we­gen habe ich bis­her den Lap­top zum Schrei­ben von län­ge­ren Tex­ten auf den Wohn­zim­mer­tisch gestellt. Der Akku hält nicht lang genug des­we­gen muss die Kabe­lage auch immer mit. Das mag jetzt nicht nach einem gro­ßen Hin­der­nis klin­gen. Lap­top rüber tra­gen und fer­tig. Aber irgend­wie steht es dann doch immer zwi­schen mir und dem Schrei­ben. »Ach, nicht jetzt, ich mach‹ das Spä­ter, jetzt brau­che ich das Tablet ja erst mal sowie­so« oder Ähn­li­ches sage ich mir oft selbst.

Aber! Ich hat­te eine Idee und habe inves­tiert. In ein schö­nes, gro­ßes Notiz­buch. 

Ja, ich habe ein Notiz­buch was ich hier schon vor­ge­stellt habe. Das ist aber zum Notie­ren von Ide­en. Wird auch genutzt, und wie!
Das gro­ße hier, das ist anders.

Hier schrei­be ich tat­säch­lich die Geschich­te rein. 
Old­school! Und es funk­tio­niert. Das Ding liegt immer hier auf dem Tisch und wenn ich will, neh­me ich ein­fach einen Stift und schrei­be los.
Natür­lich muss ich spä­ter alles abtip­pen, dabei kann ich dann auch gleich Kor­rek­tu­ren machen. 

Ich bin begeis­tert davon, wie gut das heu­te früh geklappt hat. Das könn­te eine neue Mor­gen-Rou­ti­ne von mir wer­den. Oder eine davon, oder in die regu­lä­re Rou­ti­ne inte­griert. Auf jeden Fall mache ich wei­ter so.

Sky­mir Teil 2 ist für Ende März geplant!

Spiele und Storytelling

Heu­te ein Bei­trag der leich­te­ren Art. Was ich letz­tes mal mit »back to the roots« geschrie­ben habe, neh­me ich näm­lich ganz wört­lich. Lang­sam fin­de ich mehr und mehr Gefal­len am Schrei­ben. 

Spiele aus meiner Kindheit

Zu der Sache zurück keh­ren, die dich über­haupt zum Kre­ieren bewegt hat…
dar­über habe ich nach­ge­dacht. War gar nicht schwer. Ich moch­te ein paar Comics, aber was einen blei­ben­den Ein­druck hin­ter­las­sen hat­te, waren natür­lich die Video­spie­le, die ich frü­her mal gespielt habe.
Also habe ich nach Mög­lich­kei­ten gesucht, so olles Zeug wie­der zu fin­den und nach lan­gen Jah­ren wie­der zu spie­len. Final Fan­ta­sy 7 hat­te ich tat­säch­lich schon mal wie­der ange­spielt, ich woll­te was noch älte­res. Nach lan­ger Recher­che und auf Umwe­gen (die Details behal­te ich mal für mich), konn­te ich mir die­sen Wunsch auch erfül­len.

Ich habe Super Mario Bros. 3! Noch bin ich nicht durch, ist ja auch nicht eilig. Aber das ist echt mal wie­der schön. In Deutsch­land erschien das 1991, was auch so in etwa die Zeit gewe­sen sein dürf­te, zu der ich es gespielt habe.
Und sogar noch bes­ser: Ich bin zu dem Spiel zurück gekehrt, das mich erst an Rol­len­spie­le her­an­ge­führt hat. Es war mein ers­tes RPG! Secret Of Ever­mo­re.
Rück­bli­ckend ähnelt es ein wenig Final Fan­ta­sy 7, fin­de ich. Bloß von der Stim­mung und Musik her. Leicht bedrü­ckend von der Atmo­sphä­re, aber immer mit einer Pri­se Humor.

Natür­lich kann ich mich kaum noch an etwas erin­nern, aber jetzt sehe ich wie­der, war­um ich das Spiel damals moch­te und wie es sicher auch was dazu bei­getra­gen hat, wie ich heu­te bin und den­ke.
Der Jun­ge den man spielt lan­det in einer selt­sa­men, unbe­kann­ten Umge­bung mit angriffs­lus­ti­ger Vege­ta­ti­on und fie­sen Vie­chern. Dann kommt man in ein Dorf wo irgend­wie alle Leu­te grü­ne Haa­re haben und ihr gro­ßer Anfüh­rer ist jemand namens »Feu­er­au­ge«. Wenn man dann in Feu­er­au­ges Hüt­te geht stellt man fest, es ist ein blon­des Mäd­chen mit zwei Zöp­fen und Bril­le. Klas­se!

Mei­nen Hund habe ich »Keu­le« genannt und fand die­se Reak­ti­on von Feu­er­au­ge echt wit­zig. Wer nennt sei­nen Hund schon »Irm­gard« oder so? 🤣

Gibt es noch Spiele mit gutem Storytelling?

Ach, Kin­ners, die RPGs heut­zu­ta­ge…
Ja, es gibt noch wel­che. So wie den Wit­cher zum Bei­spiel. Gar nicht mein Stil, aber Eter­nal Sona­ta hat mir trotz­dem auch gefal­len:
Aller­dings schei­nen Titel die etwas tie­fer gehen eher rar. Ich habe ein paar Demos für den Nin­ten­do 2DS XL run­ter­ge­la­den um zu gucken, ob irgend­was für mich dabei ist. 
Gefühlt war in jedem zwei­ten Spiel ein geheim­nis­vol­les Buch. Auch vom Auf­bau oder von den Cha­rak­te­ren her konn­te ich nicht viel Krea­ti­vi­tät sehen.

Viel­leicht muss man sagen, dass es für die Nin­ten­do-Gerä­te sehr, sehr vie­le JRPGs (japa­ni­sche RPGs) gibt. Die­ser Look mit den gro­ßen Kul­ler­au­gen und alle sind Schön­lin­ge ist nicht wirk­lich mein Fall. Aber wenn die Sto­ry gut ist, mache ich Aus­nah­men. 
Aber »Person/​Gegenstand XY ist ver­schwun­den, mach dich auf die Suche danach. Hier hast du zwei Leu­te zur Unter­stüt­zung« reicht bei mir nicht, um Span­nung auf­zu­bau­en.

Und es gibt wirk­lich bes­se­re Wege an eine Geschich­te her­an­ge­führt zu wer­den, als gleich zu Anfang alles Wis­sens­wer­te von den Kame­ra­den vor­ge­dich­tet zu bekom­men.
Mensch, sowas kann man doch durch die Geschich­te, durch das Aben­teu­er erzäh­len! Genau wie in einem (eini­ger­ma­ßen gutem) Buch eben. 

Fundstück

Ein Spiel, wel­ches gar kein Rol­len­spiel ist son­dern ein Jump ’n Run Side­s­crol­ler war aber für mich dabei. Die Demo zu The Legend Of Dark Witch 2 hat mir ziem­lich viel Spaß gemacht und als ich die durch hat­te, habe ich mir den Vor­gän­ger für knapp vier Euro run­ter­ge­la­den. Ich glau­be da habe ich auch mal Lust ein Fan­art in mei­nem Stil zu zeich­nen…

Skymir Teil 2

Mit der kom­men­den Woche habe ich vor, mich an Sky­mir Teil zwei zu machen. Dar­auf freue ich mich, schein­bar hat die Pau­se und das vie­le Zocken gehol­fen. Jetzt habe ich rich­tig Lust dazu und ein paar neue Ein­fäl­le eben­so. Es kommt mir so vor als hät­te es beson­ders zu mei­ner Inspi­ra­ti­on bei­getra­gen, mich mit ande­ren Gen­res zu beschäf­ti­gen.

Das innere Kind und die Kreativität

Klingt das phi­lo­so­phisch? Viel­leicht ist die­ser Bei­trag das auch. Ein biss­chen. Ich möch­te ein paar Din­ge auf­schrei­ben, über die ich in den letz­ten Tagen nach­ge­dacht habe.

Man muss auch mal loslassen können

Das ist leich­ter gesagt als getan, aber ich bin zu dem Ergeb­nis gekom­men, dass ich genau das brau­che (und nur sehr schwer kann). Der Gedan­ke, den ich im letz­ten Bei­trag geäu­ßert habe, hat Form ange­nom­men.

Viel­leicht hin­dert mich auch gera­de mein Dick­schä­del, mei­ne Ver­bis­sen­heit und mein inne­rer Drang. Wer weiß…?

Heu­te sit­ze ich hier und ver­su­che in Wor­te zu fas­sen, was mir ges­tern noch viel deut­li­cher vor­schweb­te, zu sagen. Ja, das kommt, wenn man das Schrei­ben auf­schiebt. Und war­um ist da Reis in mei­nem Tee? 

Bis jetzt habe ich eine Men­ge You­Tube geguckt, Vide­os, zu The­men die mich inter­es­sie­ren. Ame­ri­can Hor­ror Sto­ry ist jetzt auch so weit durch. Selt­sa­mer­wei­se habe ich kaum gespielt. Ich war also ziem­lich faul und das war auch mein Ziel. Ein­fach mal Abstand neh­men und so mei­ne Ener­gi­en sam­meln in der Hoff­nung, dass ich irgend­wann wie­der alles kla­rer sehe.

Abstand nehmen

So ganz ohne was zu zeich­nen konn­te ich dann doch wie­der nicht. Aber ich nahm mir vor, nur zum Spaß zu zeich­nen. Ein­fach irgend­was, das mich ent­spannt oder wozu ich gera­de Lust habe. 
Fanarts sind da immer gut, jeden­falls für mich. Die habe ich schon immer gern gezeich­net und ich habe die Gele­gen­heit genutzt, ein­fach mit Sti­li­sie­rung und Far­ben zu spie­len.

Ein paar Tage ver­gin­gen und ges­tern habe ich dann etwas gese­hen, was ein­fach per­fekt passt und des­we­gen unbe­dingt mit in die­sen Ein­trag muss.

Wie so oft in letz­ter Zeit lag ich auf dem Sofa habe You­Tube geguckt. Dann fiel mir auf: Oh, ein neu­es Video von Adam Duff!
Gut, es war schon ein paar Tage alt, aber egal.

Social Media

Das Video »How SOCIAL MEDIA is RUINING Your ART« (wie Soci­al Media dei­ne Kunst rui­niert) kam wirk­lich wie geru­fen, Adam sprach mir aus der See­le und es war, als hät­te er mei­ne Gedan­ken gele­sen. Hat er natür­lich nicht. Ich kann mir nur zu gut vor­stel­len, dass ich bei wei­tem nicht die ein­zi­ge bin, die mit bereits beschrie­be­nen Rück­schlä­gen, Ver­sa­gens­ängs­ten und Selbst­zwei­feln zu kämp­fen hat.
Auch ist mir klar, dass es viel mit den sozia­len Netz­wer­ken zu tun hat, denn hier stellt man sei­ne Wer­ke zur Schau, wie ande­re auch. Und obwohl alle das Gegen­teil pre­di­gen, ver­gleicht man am Ende doch sei­nen Soci­al Media Erfolg mit dem von ande­ren. 

Es soll ja Leu­te geben, die haben im ech­ten Leben (also nicht nur online) Freun­de, die sich eben­falls künst­le­risch betä­ti­gen oder eine sonst wie gleich­ge­sinn­te Künst­ler Com­mu­ni­ty. Wenn man das nicht hat, so wie ich zum Bei­spiel, ver­sucht man beson­ders, so etwas online zu fin­den.
Man kommt kaum drum her­um zu sehen, wie vie­le Likes und Fol­lo­wer der jeweils ande­re hat. Und ich bin mir sicher, dass man selbst auch oft danach bewer­tet wird.

Dafür habe ich auch ein Bei­spiel von etwas, das mich irgend­wann letz­tes Jahr geär­gert hat. 
Es gibt nicht vie­le deut­sche Zeich­ner-Kanä­le auf You­Tube und ein klit­ze­klei­ner Anteil davon (zumin­dest gefühlt: zwei) sind groß. Also mit sehr vie­len Abon­nen­ten. Ich bin ehr­lich und gebe zu, dass ich deren Ruhm nicht so wirk­lich ver­ste­he. Also, ich hal­te sie nicht für die bes­ten Künst­ler, aber offen­sicht­lich machen sie was ande­res rich­tig. Eine/​r die­ser You­Tuber hat mich ange­spro­chen, war auch ganz nett und ich habe die­se Per­son abon­niert. Ob der Gefal­len erwi­dert wur­de, weiß ich nicht mehr. Aber ich bin der Per­son auch auf Insta­gram gefolgt und sie zurück. Nur um nach ein paar Tagen wie­der zu ent­fol­gen. 

Ich folg­te ihr nicht, weil ich ihre Bil­der toll fin­de, zuge­ge­ben. Sie folg­te mir höchst­wahr­schein­lich nur, damit ich zurück fol­ge und sie einen Fol­lo­wer mehr hat. Und ent­folg­te mir dann wie­der, weil ich kei­ne Berei­che­rung für ihre Popu­la­ri­tät bin und nicht unbe­dingt damit zu rech­nen war, dass mir ein Fol­lo­wer weni­ger auf­fal­len wür­de und ich im Gegen­zug auch ent­fol­gen wür­de. Was bei so vie­len Fans wahr­schein­lich auch kaum eine Rol­le spielt. Und nun zum Ver­gleich: Auf Insta­gram gam­mel ich nach wie vor auf weni­ger als 300 Fol­lo­wern rum (die ich jetzt auf kei­nen Fall schlecht machen will, ich freue mich über jeden ernst gemein­ten fol­lo­wer) wäh­rend besag­te Per­son auf die 16.000 zusteu­ert. Ich behaup­te mal, hät­te ich genau so vie­le oder 20.000 sogar, wäre das nicht pas­siert. Dann wäre ich »aner­kannt«. Es ist ein ziem­lich bescheu­er­tes Spiel.

Ehe man sich ver­sieht, ver­sucht man mit­zu­hal­ten und sich zu wun­dern, was man falsch macht.

Zeichenmaschine für Instagram?

Etwas, wobei ich Adam Duff nicht zustim­me ist als er sag­te »Wen interessiert’s wie vie­le Likes und Fol­lo­wer du hast?«. Ja gut, auf mei­nem Grab­stein wird hof­fent­lich nicht ste­hen wie mei­ne Soci­al Media Bilanz war, das wird nicht sein, wofür man sich an mich erin­nert. Aber ich den­ke ja immer, das mehr Fol­lo­wer dazu füh­ren, dass mehr Leu­te dei­ne Kunst sehen, was wie­der­um die Chan­cen erhöht, Auf­trä­ge zu bekom­men. 

Iris Com­piet zum Bei­spiel wur­de erst durch Insta­gram berühmt. Sie beschrieb selbst in einem Inter­view dass sie ein­fach anfing zu zeich­nen, wozu sie Bock hat­te (Folk­lo­re, Feen und so) und jetzt ist sie eine der Gro­ßen. Sie ist auf Events anzu­tref­fen, ver­kauft ihre Kunst­wer­ke, Leu­te kau­fen ihre Bücher und in Ima­gi­n­e­FX war sie natür­lich auch schon. Davon lebt sie tat­säch­lich jetzt. Ich fin­de das übri­gens alles rich­tig toll, weil sie auch wirk­lich was kann, eige­ne Ide­en hat und macht, was sie will. Damit dann noch Erfolg zu haben und sich sei­nen Traum erfül­len ist auf jeden Fall bewun­derns­wert.

Mit allem, was Adam Duff sonst noch sag­te, stim­me ich über­ein. Ins­ge­samt fand ich das Video sehr hoff­nungs­voll, trös­tend und auch inspi­rie­rend. Wen das The­ma inter­es­siert und des Eng­li­schen mäch­tig ist, dem emp­feh­le ich das Video auf jeden Fall wärms­tens. Für alle ande­ren kann ich nur grob zusam­men­fas­sen, was ich am inter­es­san­tes­ten fand. Obwohl fol­gen­des eigent­lich klar ist, habe ich es mir bis­her noch nicht so vor Augen geführt.

Insta­gram dik­tiert die Geschwin­dig­keit. Insta­gram pro­fi­tiert davon, wenn so viel und so oft wie mög­lich etwas gepos­tet wird. Wie jedes ande­re Sozia­le Netz­werk im Inter­net hat es sei­nen eige­nen Algo­ryth­mus. Bei Insta­gram ändert der sich glau­be ich alle paar Mona­te mal und da »muss« man mit­hal­ten. Ich bin da auch eigent­lich immer ganz gut auf dem Lau­fen­den, aber ich erklä­re es kurz.

Ein­fach gesagt, je öfter man pos­tet des­to bes­ser, dazu die rich­ti­gen Hash­tags und ganz viel inter­agie­ren. Außer­dem gibt es noch Klei­nig­kei­ten zu beach­ten, wie (das ist jetzt glau­be ich noch der aktu­el­le Stand): Die Reich­wei­te sinkt, wenn man inner­halb von 24 Stun­den sei­nen eige­nen Bei­trag bear­bei­tet und inner­halb von einer Stun­de soll­te auf Kom­men­ta­re geant­wor­tet wer­den, um die Reich­wei­te zu erhö­hen. Reich­wei­te kann hier ein­fach nur eine bes­ser Chan­ce gese­hen zu wer­den bedeu­ten.

Wenn man das nicht macht und bei­spiels­wei­se nur ein Mal pro Woche oder womög­lich sel­te­ner sei­ne Inhal­te hoch­lädt, kann es sehr gut sein, dass kaum einer dei­nen Bei­trag über­haupt sieht. Selbst, wenn der­je­ni­ge dir folgt.

Nun ist Insta­gram aber nicht spe­zi­ell auf Künst­ler aus­ge­rich­tet. Wenn man irgend­wel­che Schnapp­schüs­se macht, Sel­fies oder Ähn­li­ches, ist das mach­bar. Aber als Zeich­ner oder Maler hat man sei­ne eige­ne Geschwin­dig­keit und kann nicht unbe­dingt jeden Tag ein Meis­ter­werk zau­bern. Oder man hat einen Stil, mit dem man ein­fach schnel­ler ist, oder man macht vie­le Skiz­zen, die man hoch­la­den kann und will, oder, oder. Dann geht das wohl. Wenn das aber nicht zutrifft, kann man kaum oder gar nicht mit dem Tem­po mit­hal­ten. Was am Ende auch nicht gut ist, da es dar­um nicht gehen soll­te und die Qua­li­tät soll­te immer noch über Quan­ti­tät gehen.

Das innere Kind oder: back to the roots

Gleich nach­dem das Video von Adam Duff vor­bei war, war in mei­nen Emp­feh­lun­gen das nächs­te, bis­her über­se­he­ne Video. Und zwar von Trent Kani­u­ga, des­sen Vide­os ich auch total ger­ne gucke. Tat­säch­lich einer mei­ner Lieb­lings­ka­nä­le. Sein The­ma war nicht unähn­lich.

In »Artist Bur­nout« ging es am Ran­de eben­falls um Soci­al Media, aber nicht haupt­säch­lich. Es ging um das »Bur­nout«, wenn man denkt, es geht nicht mehr wei­ter und dass man ein­fach nicht mehr kann. Hier wird Anfangs ange­spro­chen wie man so etwas in den Griff bekommt, als kurz­fris­ti­ge Lösung, wenn man gera­de trotz­dem an etwas arbei­ten muss. Aber ins­ge­samt ist das The­ma ganz all­ge­mein die­ses Künst­ler Bur­nout, das laut Trent jeder Künst­ler mal erlebt.
Wenn man es sich erlau­ben kann, rät er ganz ein­fach zur Pau­se. Die Tipps die dann folg­ten, fand ich beson­ders gut und sie bestä­tig­ten mich noch zusätz­lich in mei­ner momen­ta­nen Her­an­ge­hens­wei­se im Umgang mit mei­nem eige­nen Pro­blem.

Mit Peter Pan als Bei­spiel und einer kur­zen Inter­pre­ta­ti­on des Mär­chens bezie­hungs­wei­se sei­ner Mytho­lo­gie stellt Trent Kani­u­ga fol­gen­de Behaup­tung auf (frei über­setzt): 

Der idea­le Zustand des Men­schen ist einer in dem er Neu­gier und Furcht­lo­sig­keit (Sorg­lo­sig­keit) eines Kin­des und den Sinn für Ver­ant­wor­tung eines Erwach­se­nen inne­hat. 

Das klingt gar nicht mal so ein­fach. Und dann sagt er das, was für mich die Bot­schaft sei­nes Vide­os sehr schön zusam­men­fasst (wie­der frei über­setzt).

Wenn du aus­ge­brannt bist ist es an der Zeit, mit sei­nem inne­ren Peter Pan in Ver­bin­dung zu tre­ten. Das ist, wenn du zu der Sache zurück keh­ren musst, die dich über­haupt zum Kre­ieren bewegt hat. Gehe zurück zu dei­nem kind­li­chen Selbst. Ver­giss nicht, wie man spielt.

Es fal­len ein paar Bei­spie­le und Ver­an­schau­li­chun­gen, die bei mir gleich ihre Wir­kung zei­gen.
Ich den­ke dar­an, was ich frü­her gern gezeich­net habe. Und zwar nur so. Weil ich Lust dazu hat­te und des­we­gen hat es Spaß gemacht und das hat mich immer wei­ter moti­viert.

Die ein­zi­gen unglück­li­chen, krea­ti­ven Men­schen die er kennt, sind Skla­ven ihres eige­nen Ver­ant­wor­tungs­ge­fühls, sagt Trent. 
Das mer­ke ich mir.
Auch wenn man als Pro­fi arbei­tet, so sagt er, soll­te man immer ein per­sön­li­ches Pro­jekt haben. Das ist etwas ganz Eige­nes, was man macht, weil man es will. Die eige­ne Stim­me. 
Tat­säch­lich habe ich auch frü­her sol­che Pro­jek­te gehabt. Likes waren egal. Als ich Kind war, gab es so etwas ohne­hin nicht, aber für »Likes« habe ich frü­her defi­ni­tiv nicht gezeich­net. Nur für mich selbst. Mei­ne eige­nen Comics, eige­nen Geschich­ten, Cha­rak­te­re und immer mal wie­der ein Fan­art zu einem Spiel, was ich lieb­te. 
Dar­an wur­de ich jetzt erinnert.d

Fazit

Das klingt alles sehr schwie­rig für mich. Es ist nicht so, dass ich das Zeich­nen nicht lie­be. Zeich­nen ist toll. Wenn ich erst mal drin bin, schal­te ich alles ande­re aus. Für jeman­den eine Auf­trags­ar­beit zu machen ist ganz und gar nicht das Pro­blem. Da mache ich mir so gut wie nie Sor­gen. Da gibt es Vor­ga­ben.
Aber wenn es um »was Eige­nes« geht, sieht es schon ganz anders aus. Ade, Selbst­si­cher­heit. Das Pro­blem ist wahr­schein­lich tat­säch­lich, dass ich so ein Kopf­mensch bin. Mal sehen, ob ich ler­nen kann, wie­der unbe­schwer­ter ans Zeich­nen her­an zu gehen. Ein eige­nes Pro­jekt habe ich ja schon!

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