Skýmir Leseprobe (SciFi Geschichte) Teil 8

Ja, wirk­lich! Es geht wei­ter! Mach’s dir mit einem Tee oder Kaf­fee gemüt­lich, die Lese­pro­be fällt die­ses Mal ein biss­chen län­ger aus.
Die­se Woche habe ich viel geschafft, all­ge­mein gese­hen mei­ne ich. End­lich habe ich mal wie­der das Gefühl, rich­tig pro­duk­tiv gewe­sen sein.
Ich bin nicht nur mit der Haupt­ge­schich­te wei­ter gekom­men, son­dern habe auch etwas zum Inkto­ber Warm-up geschrie­ben und gezeich­net. Mit mei­nem neu­es­ten Cha­rak­ter-Design für »JAGS« bin ich auch sehr zufrie­den. Eigent­lich woll­te ich heu­te noch Farb­ver­sio­nen machen, aber ich glau­be, dar­aus wird wohl nichts mehr.
Da ich aber vor­ha­be, ein Wochen­en­de zu haben (außer, mir kom­men super-tol­le Ide­en), ver­schie­be ich das auf Mon­tag. An den Illus­tra­tio­nen für das Musik­vi­deo von Shire­en habe ich auch noch gear­bei­tet. Ich will damit bis Dezem­ber fer­tig wer­den und even­tu­ell im sel­ben Monat noch­mal nach Hol­land fah­ren. Das wird sich dann zei­gen. Ich muss näm­lich auch zuse­hen, mir noch ein paar Auf­trä­ge an Land zu zie­hen, um mir das über­haupt leis­ten zu kön­nen.

Fast alles, was ich gezeich­net habe, gibt es hier auf Insta­gram zu sehen. Mei­nen Twit­ter-Account bele­be ich auch gera­de ein wenig wie­der, aber ich den­ke nicht immer dar­an.

Viel kann ich noch nicht ver­ra­ten, aber ich bin ziem­lich sicher, dass es noch min­des­tens eine wei­te­re Ský­mir Lese­pro­be geben wird.

Skýmir Leseprobe (SciFi Geschichte) Teil 7

Skýmir Leseprobe (SciFi Geschichte) Teil 8

Was bis­her geschah

SKÝMIR Lese­pro­be Teil 1

SKÝMIR Lese­pro­be Teil 2

SKÝMIR Lese­pro­be Teil 3

SKÝMIR Lese­pro­be Teil 4

SKÝMIR Lese­pro­be Teil 5

SKÝMIR Lese­pro­be Teil 6

SKÝMIR Lese­pro­be Teil 7

Der Morgen danach

Yng­vild war wie­der ein Kind, so in etwa zwölf. Sie sah sich selbst auf der Bank sit­zen, die immer hin­ter der alten Bara­cke, die ihre Eltern »Haus« nann­ten stand. Hier saß sie oft, wenn sie nicht in ihrem Zim­mer sein woll­te. Dort hat­te sie stän­dig ihren klei­nen Bru­der am Hals der sie nerv­te. Hier auf der Bank sit­zend betrach­te­te sie ein­fach nur den Hof, mit dem die Fami­lie ver­such­te, ihr Über­le­ben zu sichern. Sie bau­ten haupt­säch­lich Mais und Kar­tof­feln an, aber es gab auch ein paar Gemü­se­sor­ten, von denen man manch­mal sogar wel­che gebrau­chen konn­te. Der Boden auf dem sie leb­ten und anbau­ten, war nicht sehr ertrag­reich und sie kamen eher schlecht als recht über die Run­den.
Meist war Yng­vild nach der Schu­le allein und muss­te sich um ihren Bru­der Leyv küm­mern. Sie soll­te auch das Unkraut zup­fen und nach­se­hen, was aus den neu­en Keim­lin­gen gewor­den war. Aber ihre Eltern waren jetzt nicht da und konn­ten sie nicht ermah­nen oder schimp­fen dafür, dass sie nichts tat.
Sie fühl­te sich trau­rig. Für ein Mäd­chen ihres Alters war sie oft melan­cho­lisch. Der heu­ti­ge Grund dafür war wie so oft die Schu­le. Die ande­ren Kin­der hat­ten sie schon wie­der gepie­sackt. Sie hass­te sich selbst dafür, dass sie so schwach war, so ein Feig­ling, der sich nicht dage­gen wehr­te. Statt­des­sen ver­such­te sie jedes Mal, den Ärger her­un­ter zu schlu­cken.
Yng­vild starr­te vor sich hin, auf die Büsche und Fel­sen, aber ohne sie wirk­lich zu sehen. Ihre Augen füll­ten sich mit Trä­nen, sie gab sich selbst eine Ohr­fei­ge, so fest sie konn­te, so dass ihr die Wan­ge brann­te.
Sie sah auf ihre Hand und hör­te ihren klei­nen Bru­der hin­ter sich fra­gen: »Was machst du da, Yng­vi?«
Sie wisch­te sich übers Gesicht, es war tro­cken, das war gut.
»Komm her und setz’ dich zu mir!« erzwang sie sich ein freund­li­ches Lächeln, als sie den Arm nach Leyv aus­streck­te. Die­ser folg­te ihrem Appell, setz­te sich neben sie und sie schlang den aus­ge­streck­ten Arm um sei­ne schma­len Schul­tern.
Jetzt fühl­te sie sich bes­ser. Eigent­lich lieb­te sie ihn doch, so sehr er auch manch­mal nerv­te. Aber jetzt fand sie sei­ne Anwe­sen­heit tröst­lich.
Ein paar Minu­ten saßen sie still da, aber Leyv konn­te in sei­nem Alter noch nicht so lan­ge ruhig sit­zen blei­ben, ihm wur­de dabei lang­wei­lig.
Er zog plötz­lich an ihren Haa­ren.
»Hey, lass’ das, ja?!« schimpf­te sie genervt. Er grins­te.
»War­um sind mei­ne Haa­re ganz anders als dei­ne?« frag­te er sie.
»Was meinst du? Dei­ne sind doch auch schwarz. Nur kür­zer.« mein­te sei­ne Schwes­ter.
»Wenn mei­ne Haa­re län­ger wären, wür­den die dann aus­se­hen wie dei­ne?«
»Lockig, meinst du?«
»Nee, nicht lockig. Wie ein Vogel­nest!« erklär­te er in aller Selbst­ver­ständ­lich­keit. Yng­vis Magen ver­krampf­te sich, sie schob ihn von sich und sah ihn ent­rüs­tet an. Er schau­te doof.
War­um muss­te auch er so gemein zu ihr sein? Gera­de jetzt!

Sie schubs­te ihn so hef­tig, dass er von der Bank viel.
Er fing an zu heu­len, stand aber auf und rieb sich die Knie, obwohl er gar nicht auf die Knie gefal­len war.
»Heul nicht! Du bist doch kein klei­nes Baby!« schalt sie ihn und stand auf, mit geball­ten Fäus­ten. Sie wuss­te selbst, dass ihr Ver­hal­ten nicht rich­tig war, aber manch­mal über­mann­te sie ihr Tem­pe­ra­ment und ihre Gefüh­le über­mann­ten sie. Dabei fühl­te sie sich wehr­los, was sie irgend­wie noch mehr ärger­te, weil sie wie­der schwach war.
Er schluchz­te beim Ver­such, sich zuam­men­zu­rei­ßen und sah sie trot­zig an.
»Los! Ver­schwin­de!« schrie Yng­vi und mach­te einen Satz auf ihn zu, um ihn zu ver­scheu­chen. Er wich ein Stück zurück, mit gesenk­tem Kopf. Dann sah er wie­der auf, trat ihr gegens Schien­bein und rann­te davon.

Yng­vi wur­de schlecht, sie schäum­te inner­lich vor Wut. Sie blieb ein paar Sekun­den ste­hen, ver­such­te sich zu sam­meln, sich nicht auf­zu­re­gen. Tief durch­at­men.
Es war nutz­los, sie konn­te kei­nen kla­ren gedan­ken mehr fas­sen. Wut­ent­brannt lief sie um das Haus her­um, riss die Ein­gangs­tür auf, schlug sie laut hin­ter sich zu. Was sie jetzt vor­hat­te wuss­te sie selbst nicht, aber es war nichts Gutes. Es war, als wäre sie nicht sie selbst, als hät­te jemand oder etwas ande­res die Kon­trol­le über­nom­men. Sie stürm­te in ihr gemein­sa­mes Zim­mer, wo Leyv schein­bar unschul­dig auf dem Fuß­bo­den saß und ein ahnungs­lo­ses Gesicht mach­te, als sie her­ein­platz­te.
Die gro­ße Schwes­ter pack­te ihn grob am Arm und riss ihn dar­an hoch. Er kreisch­te, doch das war ihr egal! Er soll­te sich doch hin­stel­len, war­um ließ er sich jetzt wie­der zu zu Boden fal­len? Sie war so unsag­bar wütend!
Im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes außer sich, prü­gel­te sie jetzt auf das wehr­lo­se Kind ein. Wür­de er nur irgend­et­was tun, um sie auf­zu­hal­ten! Eine Ent­schul­di­gung, ein Zei­chen von Reue zum Bei­spiel. Oder: ein Aus­druck des Schmer­zes und der Angst vor ihr, der das ein­fa­che Geflen­ne eines klei­nen Kin­des über­traf. Aber nichts der­glei­chen, was sie aus ihrer Tran­ce rufen konn­te, pas­sier­te.

In kal­tem schweiß geba­det und mit bren­nen­den, weit auf­ge­ris­se­nen Augen wach­te sie auf. Sie war wie­der Kom­man­dan­tin Yng­vild Hijg­jold und befand sich in ihrem Bett.

Es war dun­kel, sie war allein. Oder? Da war doch eben ein Geräusch gewe­sen!
Yng­vild schreck­te hoch, in der Gewiss­heit, dass sie eine Anwe­sen­heit gespürt hat­te. Das Geräusch hat­te wie das Schlie­ßen einer Tür geklun­gen!
Unsi­cher sah sie sich in der Fins­ter­nis um und fixier­te dann die Tür. Sie war sich sicher, dass die Klin­ke sich gera­de ganz lang­sam nach oben bewegt hat­te. Als wenn jemand vor­sich­tig ver­such­te, die Tür laut­los von außen zu schlie­ßen. Sie ließ den Blick nicht von der Tür. Aber nichts reg­te sich mehr. Viel­leicht hat­te sie es sich auch nur ein­ge­bil­det. Was ihr die meis­ten Sor­gen mach­te war, dass das nicht das ers­te Mal vor­kam.

Der Man­gel an Schlaf mach­te es nur schlim­mer. Wie­der ein­mal hat­te sie kaum ein Auge zuge­tan, ihr Zustand ließ es nicht zu. Der Alko­hol den sie mit Breysk­ja auf die­ser lächer­li­chen Karaōke-Par­ty am Vor­abend getrun­ken hat­te, war auch nicht son­der­lich hilf­reich gewe­sen. Nur das Ein­schla­fen ging schnel­ler.
Sie sah auf die Zeit­an­zei­ge. Es war noch sehr früh, mehr Nacht als Tag. Aber sie hat­te kei­ne Lust, sich wegen einer oder zwei Stun­den schlech­ten Schla­fes noch ein­mal hin­zu­le­gen.
Im Anbe­tracht ihrer Lage, die wie eine Schlin­ge um ihren Hals lag und sich immer wei­ter zuzog, wür­de es sowie­so dau­ern, bis sie wie­der ins Land der Träu­me zurück­keh­ren konn­te. Oder muss­te, je nach­dem, wie man es betrach­te­te.
Nach einer hei­ßen Dusche wür­de sie sich bes­ser füh­len. Sie befrei­te sich von der Bett­de­cke und stand auf. Sie frag­te sich, ob sie grund­los para­no­id war, als sie das Licht ein­schal­te­te und sich ein wei­te­res Mal umsah. Nach­dem sie einen vor­sich­ti­gen Blick ins Bade­zim­mer und durchs Fens­ter gewor­fen hat­te, ging sie zögernd auf die Zim­mer­tür zu. Wie­der starr­te sie auf die Klin­ke. Ihr wur­de immer mul­mi­ger im Bauch und dage­gen konn­te nur eins Hel­fen.
Ener­gisch drück­te sie die Klin­ke run­ter.
Und die Tür öff­ne­te sich einen Spalt. Sie schluck­te schwer.

Das Früh­stück wur­de wie immer in der Kaser­ne um zwan­zig nach Fünf ein­ge­nom­men. Eini­ge von Hildas Kame­ra­den und Freun­den waren schon tau­frisch und unter­hiel­ten sich mun­ter. Svar­re gehör­te nicht dazu. Er schau­fel­te stumm und ver­schla­fen ins Lee­re glot­zend sein Müs­li in sei­nen Mund, der dar­auf­hin die Früh­stücks­flo­cken trä­ge zer­kau­te. Hil­da beob­ach­te­te ihn dabei, war aber ganz auf ande­re Gedan­ken kon­zen­triert, die Kame­ra­den um sich her­um bemerk­te sie gar nicht. Es half alles nichts, sie wür­de kei­ne Ruhe mehr fin­den, wenn sie nicht ihr Gewis­sen beru­hig­te. Also fass­te sie einen Ent­schluss.

Jetzt hat­te sie ein Ziel, einen guten Vor­satz. Sie muss­te sich end­lich wie die erwach­se­ne Frau beneh­men, die sie war. Ver­ant­wor­tung für ihre Taten über­neh­men und mit den Kin­de­rei­en auf­hö­ren.
Ent­schie­den, mit einem hoch­mo­ti­vie­ren­dem Gefühl von Eifer stand sie auf und leg­te ihr Tablet zu den ande­ren in den Metall-Wagen der dafür vor­ge­se­hen war.

Noch bevor ihre Zim­mer­ge­nos­sen zurück­kehr­ten, um ihre Bet­ten zu machen und auf­zu­räu­men, war Hil­da bereits fer­tig damit. Sie schaff­te sogar noch unge­stört ein paar Lie­ge­stüt­ze und Pull-Ups. Sie brauch­te Zeit für sich allein und nutz­te sie, um sich einen gedank­li­chen Plan aus­zu­le­gen. Zuerst muss­te sie mit Hijg­jold wegen ihrer ver­patz­ten Beför­de­rung reden. Das war Punkt eins auf ihrer ima­gi­nä­ren Lis­te. Sie war so nah dran gewe­sen und durf­te ihr Ziel jetzt nicht aus den Augen ver­lie­ren.
»Ver­ständ­nis brau­che ich mir nicht zu erwar­ten. Aber sie hat selbst gesagt, ich hät­te Poten­ti­al und dass ich über mei­ne Zukunft hier nach­den­ken soll­te!« sag­te Hil­da lei­se im Selbst­ge­spräch, klopf­te sich auf die Schen­kel und sprang von ihrer Matrat­ze auf. Hijg­jold muss­te jetzt schon auf dem Schieß­stand sein, wo in eini­gen Minu­ten die jun­gen Rekru­ten ein­tref­fen wür­den, um von ihr zu ler­nen. Zu Hildas Anfangs­zeit hat­te Hijg­jold noch kei­ne Rekru­ten unter­rich­tet. Ledig­lich eine theo­re­ti­sche Ein­füh­rung hat­te sie für ihre zukünf­ti­ge Ein­heit – Hil­da ein­ge­schlos­sen – gege­ben, die kurz und bün­dig aus­ge­fal­len war. Hil­da war damals auf­ge­fal­len, dass die Kom­man­dan­tin sich zwar aus­drü­cken konn­te, aber wenig Rück­sicht oder Ver­ständ­nis für die uner­fah­re­nen Schütz­lin­ge hat­te. Sie dach­te damals in ihrer eige­nen Unwis­sen­heit, das wäre wohl ganz nor­mal für einen mili­tä­ri­schen Aus­bil­der. Mit der Zeit stell­te sie aber fest, dass es nur einer von Hijg­jolds Wesens­zü­gen war, wenig Empa­thie zu zei­gen. Die­se Art Auf­ga­ben – das Unter­rich­ten und erklä­ren – schie­nen ihr gene­rell eher unlieb zu sein. Trotz­dem gab sie jetzt Anwei­sun­gen und Nach­hil­fe im Schie­ßen. Irgend­wie komisch.

Hil­da erreich­te den Schieß­stand, einen ihr wohl bekann­ten gro­ßen Raum mit Metall­ver­klei­dung von außen, schall­dämp­fen­der Pols­ter-Wand von innen und einer schwe­ren, metal­le­nen Schie­be­tür.
Als die Tür sich auf­schob, blick­te sie in das Gesicht einer Per­son eini­ge Meter von ihr ent­fernt ste­hend. Sie hat­te den Mann schon öfter gese­hen, er hieß Haglaz oder so ähn­lich. Er trug die Stan­dard-Uni­form und mach­te sich offen­bar Noti­zen auf sei­nem Data­pad. Er war etwas älter als Hil­da, sie schätz­te ihn auf Anfang vier­zig. Sein hell­blon­des Haar war zwar dünn und pro­phe­zei­ten eine sich ankün­di­gen­de Glat­ze, aber im Gesicht sah er jung aus.

»Breysk­ja, oder?« frag­te er sie und schau­te über­rascht von sei­ner Beschäf­ti­gung auf, über den schma­len, gol­de­nen Rand sei­ner Bril­le hin­weg. Sie war ein wenig beschämt, dass er sie kann­te, wohin­ge­gen sie sich sei­nes Namens nicht ganz sicher war. Dabei war er höher in der Rang­ord­nung.
»Ja!« ent­geg­ne­te sie ihm, ver­wirrt über sei­ne Anwe­sen­heit anstel­le der von ihr erwar­te­ten Kom­man­dan­tin.
»Wir hat­ten noch nicht viel mit­ein­an­der zu tun, aber dein Ruf eilt dir vor­aus.« erklär­te Haglaz.
»Ach ja? Das habe ich nicht gewusst…«
»Du sollst ziem­lich gut im Nah­kampf sein.«
»Bin ich auch!«
Dar­auf­hin lach­te der Mann.

»Ich woll­te eigent­lich zu Kom­man­dan­tin Hijg­jold, ist sie heu­te nicht bei den Schieß­übun­gen dabei?«
»Die Kom­man­dan­tin ist momen­tan ver­hin­dert, des­we­gen ver­tre­te ich sie. Mor­gen soll­te sie wie­der hier sein.« Haglaz lehn­te sich gegen einen Pfei­ler, schau­te zurück auf sei­ne Noti­zen. Hil­da hat­te das Gefühl, er woll­te sie jetzt abwim­meln.
»Es ist aber wich­tig, ich muss heu­te noch mit ihr spre­chen! Ist sie krank?«
»Nein.«
»Ist sie in ihrem Büro?«
»Du soll­test sie lie­ber nicht stö­ren.«
»Aber…« woll­te Hil­da sich wei­ter auf­drän­gen, doch ein Blick ihres Gegen­übers von unten her­ab brach­te sie zum Schwei­gen. Haglaz leg­te das Data­pad bei­sei­te und sah sie ernst an.
»Sie ist in einer Ver­hand­lung, das kann dau­ern.«
»Was denn für eine Ver­hand­lung? Wo denn? Ist die öffent­lich? Ich könn­te hin­ge­hen und ein­fach war­ten, bis sie fer­tig ist!«
»Wie gesagt, das kann dau­ern. Ver­su­che es ein­fach mor­gen noch­mal.«
»Den gan­zen Tag lang?«
»Du soll­test jetzt gehen.« Mit einer Ges­te bedeu­te­te er Hil­da zur Tür her­aus.

Sie ging, dreh­te sich noch ein letz­tes Mal um, denn ihr brann­te min­des­tens noch eine Fra­ge auf der Zun­ge, doch Haglaz sah nicht gesprä­chig aus und schüt­tel­te nur den Kopf. Als Zei­chen dafür, dass sie es las­sen soll­te. Beim Hin­aus­ge­hen kamen ihr schon ein paar jun­ge Sol­da­ten ent­ge­gen, an denen sie sich vor­bei­dräng­te.

Geschrieben von Miriam Esdohr