Miris Orbit

Vom Schreiben, Zeichnen und Science Fiction

Skýmir Leseprobe (SciFi Geschichte) Teil 3

Ský­mir Lese­pro­be (Sci­Fi Geschich­te) Teil 3 ist für euch zum Lesen bereit, wie immer unten im Bei­trag.

Also, was gibt’s sonst noch Neu­es? Ich habe eine Her­aus­for­de­rung ange­nom­men. Eigent­lich zwei, eine davon unfrei­wil­lig. Die Unfrei­wil­li­ge ist, dass ich ver­su­che, mein Cha­rak­ter Design auf dem iPad fer­tig zu bekom­men, da das Wacom Tablet, was ich sonst immer benut­ze, nicht mehr mit­ma­chen will und ich unbe­stimmt lan­ge Zeit auf das Neue war­ten muss. Aber das habe ich ja schon in einem frü­he­ren Bei­trag geschrie­ben. Bis­her geht es so eini­ger­ma­ßen, ich bin mir aber wirk­lich nicht sicher, ob das Ergeb­nis am Ende auch gut genug sein wird. Bezie­hungs­wei­se, ob man einen (gro­ßen) Unter­schied zu den vori­gen Cha­rak­te­ren sehen kann, die ich wie gewohnt mit Pho­to­shop gemalt habe.

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Daily Vlog Challenge auf YouTube

Es macht Spaß, aber ob es sich lohnt, wird sich noch her­aus­stel­len. Und zwar han­delt es sich um eine Dai­ly Vlog Chal­len­ge. Ich will jeden Tag im Mai einen Vlog Bei­trag hoch­la­den. Heu­te ist ja erst der 4. Mai, aber zumin­dest bis­her habe ich es ein­ge­hal­ten. Das Gute an der Sache ist, dass ich Spaß dabei habe und dabei etwas ler­ne – über’s »Fil­me­ma­chen« und auch über mich selbst. Was nicht so gut ist: es nimmt doch rela­tiv viel Zeit in Anspruch, aber ich habe gehört dass es irgend­wann schnel­ler geht und leich­ter fällt, wenn man genug Übung hat. Denn von Zeit habe ich ja gene­rell nie genug.
Wann lohnt sich das Vlog­gen für mich? Kann ich so noch nicht sagen, die Chal­len­ge mache ich aber zu ende.
Danach könn­te ich mir vor­stel­len, wei­ter zu vlog­gen, aber wahr­schein­lich eher nicht jeden Tag. Im ers­ten Bei­trag erklä­re ich auch kurz, was ein Vlog ist, falls du das noch nicht kennst. Hier geht’s zu mei­nem You­tube Kanal.

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Deutsche Zeichner auf YouTube?

Man kann ruhi­gen Gewis­sens behaup­ten, dass ich seit 2013 der deut­schen Zeich­ner-Sze­ne den Rücken zuge­kehrt habe. Und jetzt weiß ich auch wie­der, war­um.
Ich habe nach ande­ren Kunst- oder Zeich­ner-Kanä­len gesucht, und abge­se­hen von zwei, denen ich sowie­so fol­ge, war da ziem­lich tote Hose. Alles, was die Deut­schen auf You­Tube im Bezug zum Zeich­nen zu inter­es­sie­ren scheint, ist Man­ga und ein­fa­che Tuto­ri­als. So ein­fach wie mög­lich. Beson­ders beliebt: Hun­de, irgend­was mit Man­ga-Figu­ren und Augen. Oder sie suchen halt in Eng­lisch, so wie ich nor­ma­ler­wei­se auch. Dann fin­det man auch was Gutes.
Und da ich nicht vor­ha­be ein­fa­che Tuto­ri­als zu pos­ten, höchs­tens viel­leicht in Text­form aber nicht als Video, aber da ich das nicht vor­ha­be, weiß ich nicht, ob irgend­wer sich mei­ne deutsch­spra­chi­gen Vide­os anschaut und ob irgend­wie Inter­es­se besteht.

Aber nun zum Haupt­teil. Die Sto­ry geht ja wei­ter! Sky­mir! Hur­ra!
Ich hat­te wenig Zeit zum Schrei­ben, habe seit letz­ter Woche über­haupt nicht mehr an der Geschich­te geschrie­ben. Aber um ehr­lich zu sein, wür­de ich gera­de nichts lie­ber als das machen! Mei­ne Sto­ry schrei­ben und ich habe auch rich­tig Lust mal wie­der ein Fan­art zu zeich­nen!
Ach­tung, es geht los…

Skýmir Leseprobe (SciFi Geschichte) Teil 3

SKÝMIR Leseprobe (SciFi Geschichte) Teil 1

Was bis­her geschah

SKÝMIR Lese­pro­be Teil 1

SKÝMIR Lese­pro­be Teil 2

Zwei Wochen war Hil­da nun schon in der Kaser­nen­kü­che zugan­ge, bloß dass es ihr viel­mehr wie zwei Jah­re vor­kam.
Hier war es so end­los lang­wei­lig! Man ließ sie Kar­tof­feln schä­len, wie die Kom­man­dan­tin es gesagt hat­te. Kar­tof­feln gab es oft, weil sie so pfle­ge­leicht sind. Ess­ba­res Unkraut, fand sie. Denn so lang­sam konn­te sie die Din­ger nicht mehr sehen. Ab und zu gab es auch ein ande­res Gemü­se zu schä­len oder eine Frucht, oder Stück Obst zu ent­ker­nen. Nach den Mahl­zei­ten räum­te sie abwech­selnd mit ein paar Ande­ren schicht­wei­se die Tische auf, wisch­te sie ab, rück­te die Stüh­le ordent­lich her­an und schrubb­te den Boden. Der soge­nann­te Auf­räum-Dienst war ihr am Liebs­ten. Da beweg­te sie sich zumin­dest auch mal vom Fleck.
Die ande­ren die in der Küche arbei­te­ten waren im Rang alle weit unter ihr oder tat­säch­li­ches Küchen­per­so­nal.
Sie jedoch war eigent­lich Ober­ge­frei­te, die auf Beför­de­rung zur Haupt­ge­frei­ten gehofft hat­te. Das konn­te sie nach die­ser Pan­ne erst­mal ver­ges­sen.
»Ich has­se Patrouil­len!« dach­te sie wie ein trot­zi­ges Kind.
»Schmollst du noch?« frag­te jemand hin­ter ihrem Rücken, als sie fast auto­ma­tisch wie ein gut funk­tio­nie­ren­der Robo­ter eine Kar­tof­fel nach der ande­ren schäl­te und anschlie­ßend in einen rie­si­gen Topf warf.
»Hi, Mads« ant­wor­te­te sie nüch­tern und ohne sich umzu­dre­hen oder die Arbeit zu unter­bre­chen.
»Na, wie läuft es denn so?«
»Ganz toll! Ich glau­be ich kün­di­ge und mache ab sofort nur noch Küchen­dienst. Ein Leben für die Küche!« sag­te sie laut.
Mads setz­te sich ihr gegen­über an den Tisch. Er war so ziem­lich der Ein­zi­ge, der ab und zu ein Wort mit ihr wech­sel­te, auch wenn es nur war, weil er ein Auge auf sie gewor­fen hat­te. So wie sie gehör­te er nicht hier­her, eigent­lich war er Sani­täts­of­fi­zier und kam schein­bar extra in die Küche hin­un­ter, um mit ihr zu reden. Natür­lich nur, wenn nichts los war, nie zu den Stoß­zei­ten. Oft ging es sehr hek­tisch zu um sie her­um, es wur­de geklirrt und geklö­tert, das Per­so­nal schrie stän­dig durch die Gegend und rann­te her­um wie eine Her­de wild­ge­wor­de­ner Nauts.
Aber manch­mal, beson­ders spät Abends, war sie so gut wie allein.
Ansons­ten jeden­falls, igno­rier­te man sie wei­test­ge­hend und beschränk­te sich auf das Nötigs­te. Sie war hier Außen­sei­ter. Sie ver­miss­te ihre Kum­pel, die sie in letz­ter Zeit kaum noch zu Gesicht bekam.
Als sie so ihren Gedan­ken nach­hing bemerk­te sie, wie Mads sie erwar­tungs­voll ansah. Ent­geis­tert erwi­der­te sie sei­nen Blick und rea­li­sier­te, dass er schein­bar mit ihr gespro­chen hat­te.
»Ich sag’s ja nur…« mein­te er dann und obwohl sie kei­ne Ahnung hat­te, was er eigent­lich gesagt hat­te und es wahr­schein­lich nichts welt­be­we­gen­des war, ant­wor­te­te sie ein­fach irgend­et­was:
»Okay…«
»Bist du mir jetzt böse?«
»Nee.« Hil­da konn­te nur hof­fen, dass er die­ses ihr unbe­kann­te The­ma nicht wei­ter ver­tief­ten woll­te.
»Hab’s auch nicht so gemeint, soll­te ein Witz sein.«
»Okay.«
Sie bemerk­te jeman­den an der Tür ein paar Meter hin­ter ihm vor­bei­ge­hen, der dann die­se ein Stück wei­ter öff­ne­te und hin­ein späh­te. Es war Svar­re. Die­ses Mal war sie sogar über sein Gesicht erleich­tert, end­lich ein gleich­ge­sinn­ter, oder so was Ähn­li­ches.
»Na, immer noch hier?« frag­te er gelang­weilt.
»Ja, lei­der.« ent­geg­ne­te Hil­da.
»Na, ich woll­te nur mal vor­bei­schau­en. Wie ich sehe, hast du ja schon Gesell­schaft. Hi, Mads.«
Mads dreh­te sich um und nick­te ihm kurz zu.
»Setz dich ruhig zu uns!« bot Hil­da an und deu­te­te auf die Bank, auf der Mads saß.
»Hah! Ich weiß genau was du vor­hast! Mich kriegst du nicht zur Küchen­ar­beit!«
Hil­da zog einen Schmoll­mund.
»Außer­dem…« ergänz­te Svar­re, »Will ich euch bei­den Tur­tel­täub­chen ja nicht wei­ter unter­bre­chen!« und grins­te schel­misch.
»Ach, du…!« fauch­te Hil­da, sprang ruck­ar­tig von ihrem Platz auf und schmet­ter­te eine unge­schäl­te Kar­tof­fel in sei­ne Rich­tung. Geschickt wich Svar­re ihr aus, lach­te und schlen­der­te von dan­nen.
Mads schau­te betrübt drein, aber Hil­da bemerk­te das gar nicht, als sie sich wie­der setz­te.
»Komm, ich hel­fe dir mit dem Rest…« mel­de­te er sich frei­wil­lig, nahm sich ein her­um­lie­gen­des Schäl­mes­ser und fing an zu schä­len.
»Dan­ke! Das ist echt nett von dir! Dann kann ich heu­te frü­her gehen!« freu­te sich Hil­da.

Am nächs­ten Mor­gen wach­te sie schon vor dem Weck­dienst auf, blieb aber noch lie­gen. Sie moch­te nicht ans Auf­ste­hen den­ken, mit der Gewiss­heit des­sen, was die­ser Tag brin­gen wür­de. Ein lan­ger Tag in der Kan­ti­ne in der ihre Freun­de durch Kar­tof­feln ein­ge­tauscht wor­den waren. Aber es half alles nichts.
Wenn sie sich jetzt schon auf­raff­te und vor der eigent­li­chen Zeit anfing, viel­leicht konn­te sie dann wie­der frü­her gehen. Oder sie ging noch kurz trai­nie­ren, bevor sie noch ganz ein­ros­te­te! Sie über­leg­te mit geschlos­se­nen Augen und wäre fast wie­der weg gedäm­mert, wenn sie nicht die Schrit­te gehört hät­te, die sich ihr näher­ten.

Ihre Augen öff­ne­ten sich erst trä­ge, doch sie erschrak. Eine lau­te Stim­me, ein grel­les Licht, ihr Magen ver­krampf­te sich und sofort war sie hell­wach.
»Ober­ge­frei­te Hil­da Breysk­ja?!« bell­te ein Mann, den sie nicht erken­nen konn­te, weil er eine zum Erblin­den hell leuch­ten­de Taschen­lam­pe auf sie gerich­tet hat­te.
Sie hielt die Hand vor ihre müden, zusam­men­ge­knif­fe­nen Augen.
»Auf­ste­hen! Sie wer­den an Han­gar 7 erwar­tet! Sie haben fünf Minu­ten«
Has­tig roll­te sie sich aus dem Bett und rief dem Sol­da­ten ver­wun­dert hin­ter­her »Eine Mis­si­on?!«
»Sei­en Sie vor­be­rei­tet!« sag­te er und ver­schwand. Im Flur gin­gen die Lich­ter an, Kame­ra­den wälz­ten sich in ihren Bet­ten.

Und so tauch­te noch ein Cha­rak­ter auf!
Also, jetzt geht’s bald los. Klingt nach Mis­si­on und end­lich Action für Hil­da! Was meinst du, ist es wirk­lich eine Mis­si­on?

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