…zurück aus mei­ner Ein­sied­ler-Pha­se. Tut mir sehr Leid, falls du mei­nen Blog besucht hast und nichts Neu­es vor­ge­fun­den hast, ich hät­te es bes­ser ankün­di­gen sol­len. Ich hat­te mich kom­plett zurück­ge­zo­gen aus Allem, was ich nor­ma­ler­wei­se so mache – also außer dem, was eben zwin­gend getan wer­den muss. Seit mei­nem Jam­mer-Video auf You­Tube am zwölf­ten Juli habe ich so ziem­lich alles vor­erst hin­ge­schmis­sen und mich mir selbst gewid­met. Das tat auch gut und ich glau­be, dass ich das gebraucht habe. In der Zwi­schen­zeit gab’s nichts. Kein Insta­gram, kein Twit­ter (glaub‹ ich), kein Video, kein Blog-Ein­trag, kei­ne Arbeit, kein Ský­mir. Bis zu mei­nem letz­ten Video, wel­ches ich ganz außer der Rei­he am zwei­und­zwan­zigs­ten (also ges­tern) hoch­ge­la­den habe. Es heißt »Ich füh­le mich bes­ser« und so ist es auch.

Was habe ich also die ganze Zeit gemacht?

Wallanlagen BremenDar­auf will ich nicht in aller Tie­fe ein­ge­hen, aber ich habe ver­sucht, mich mög­lichst zu ent­span­nen, woll­te mich besin­nen, zu mir zu kom­men und habe mich zu ver­ste­hen ver­sucht. Natür­lich »ver­ste­he« ich mich gewis­ser­ma­ßen schon selbst, aber ich muss­te mir dar­über bewusst wer­den, was mir hilft und wie und… na ja, ist nicht so ein­fach zu erklä­ren.

Irgend­wie klingt das jetzt alles als wäre ich ein emo­tio­na­les Wrack, oder?
So ist es aber nicht, eigent­lich bin ich ja ganz gesund und mun­ter. Mein Pro­blem ist aber – dar­über kann ich ruhig spre­chen und habe es auch schon frü­her in mei­nem Vlog ange­spro­chen – dass ich oft sehr unter Stress und gro­ßem Druck ste­he. Und viel davon ist mei­ne eige­ne Schuld, weil ich Pro­ble­me habe, die Balan­ce zu fin­den. Ich arbei­te gern und habe vie­le Inter­es­sen, die sich auch recht gut zuein­an­der pas­sen und sich somit ver­bin­den las­sen.

Aber ich kann mich end­los in allem Mög­li­chen ver­lie­ren. Wenn ich mir was in den Kopf set­ze, will ich das auch durch­zie­hen. Kei­ne hal­ben Sachen, da wird auch ewig recher­chiert und ver­sucht, alles so per­fekt wie mög­lich hin­zu­be­kom­men. Die »Pflich­ten« häu­fen sich, zusam­men mit allem ande­ren, was man eben so tut oder tun muss und irgend­wann wird ein­fach alles zu viel.
Mache ich das eine, den­ke ich an das ande­re und wenn ich mal nichts tue, habe ich ein schlech­tes Gewis­sen dabei. Nur auf Rei­sen ging es mir in der Hin­sicht immer gut, da konn­te ich offen­bar immer eine Gren­ze zie­hen.

Was ich daraus gelernt habe und welche Konsequenzen ich ziehe

Jetzt glau­be ich, einen guten Weg für mich gefun­den zu haben, um eine gesün­de­re Ein­stel­lung zu mir selbst oder zu mei­ner Arbeit bekom­men. Was das ist, behal­te ich für mich, weil es eben doch pri­vat ist. Aber ich glau­be, so kann ich mir lang­sam ange­wöh­nen mich sel­ber weni­ger zu stres­sen, Din­ge auch mal nur zu genie­ßen und mir selbst ab und zu mal was Gutes zu tun. Damit hof­fe ich mei­ne Schlaf­stö­run­gen in den Griff zu bekom­men, gesün­der und aus­ge­gli­che­ner zu wer­den. Zusätz­lich könn­te ich mir vor­stel­len, dass sich das auch posi­tiv auf mei­ne Arbeit aus­wirkt. Ent­spre­chend habe ich begon­nen, mein eige­nes Ver­hal­ten zu ändern. Nur Klei­nig­kei­ten, sowie das Ändern von »Ritua­len« und mei­nem eige­nen Ver­hal­ten.

Kon­kre­ter wird’s nicht, auch nicht, wenn ich das The­ma Arbeit jetzt anspre­che. Ich wer­de natür­lich wei­ter an mei­nem Pro­jekt Ský­mir arbei­ten und auch wie gewohnt mei­ne Auf­trä­ge erfül­len, das steht außer Fra­ge.
Mit Soci­al Media sieht das schon ein biss­chen anders aus. Ehr­lich gesagt habe ich kei­nen Kon­kre­ten Plan und das ist Teil des Plans. Häh? Ja. Ich mache mich nur wie­der selbst ver­rückt wenn ich mich stän­dig an strik­te Plä­ne für alles hal­ten muss. Bis­her hat alles theo­re­ti­sche Wis­sen, was ich über Soci­al Media und Online Selbst­ver­mark­tung, das ich mir ange­eig­net habe, sowie­so nichts genützt. Viel­leicht habe ich etwas falsch gemacht, aber ich habe beschlos­sen, der Auf­wand lohnt sich nicht, wenn ich dafür von ewig wäh­ren­der inne­rer Unru­he geplagt wer­de.

Ich behal­te mei­ne bis­he­ri­gen Accounts und wer­de auch wei­ter­hin pos­ten. Aber ich set­ze Prio­ri­tä­ten. Im Moment ist das die­ser Blog und eben­falls im Moment könn­te ich mir You­Tube als zwei­te Prio­ri­tät vor­stel­len. Ein­fach nur, weil kur­ze Vlog-Posts mir Spaß machen. Aber ich glau­be, auf­wen­di­gen Kram las­se ich blei­ben. Insta­gram ist auch nach wie vor so ziem­lich mei­ne Lieb­lings­platt­form, ich will wei­ter­hin ver­su­chen, jeden Tag etwas zu pos­ten. Aber im Gegen­satz zu vor­her wer­de ich mir nicht den Kopf zer­bre­chen, wenn ich mal nichts zu pos­ten habe und wer­de dann auch nicht schnell irgend­was zum Hoch­la­den fin­den oder womög­lich extra erst machen (denn das kam vor).

Noch etwas: ich will mehr machen, wozu ich gera­de Lust habe. Jetzt hat­te ich Lust auf Aqua­rell, also habe ich was in Aqua­rell gemalt. Ohne beson­de­res Kon­zept oder so im Hin­ter­grund. Ich habe wie gesagt ja viel gele­sen, in mei­ner »Abwe­sen­heit« und dabei meist über Natur. Da ich ger­ne koche, hat­te ich schon immer ein Fai­ble für Kräu­ter und Gewür­ze. Dar­um habe ich ange­fan­gen, mir noch etwas Wis­sen dazu anzu­eig­nen. Und da hat­te ich ein­fach Lust die The­men zu illus­trie­ren, mit denen ich mich beschäf­tigt habe.